Wendehammer vor der Sporthalle geht im nächsten Schuljahr in Betrieb

Neue Haltestelle für die Schulbusse

Planerin Sabine Möller erläuterte den neuen Bus-Stop. Fotos: Wieters

Visselhövede - Von Jens Wieters. Ein paar Schritte weiter wird schon fleißig am Neubau des Visselhöveder Primar Campus gearbeitet, auf dem eine neue Kindertagesstätte und Räume für die Grundschule entstehen sollen, vor der großen Sporthalle Auf der Loge wird hingegen noch geplant. Und zwar die neue Schulbushaltestelle, die an der Verlängerung der Gerhart-Hauptmann-Straße dem Neubau weichen musste.

Gut 355 000 Euro wird die Maßnahme laut Planerin Sabine Möller von der Firma Sweco aus Bremen kosten. „Teurer als zunächst gedacht, weil wir eine zusätzliche Regenrinne zur Entwässerung bauen müssen, da das Gelände von der Straße Auf der Loge in Richtung Sporthalle doch enorm abfällt“, informierte Möller am Dienstag den Bauausschuss vor Ort über das Vorhaben.

Den Planungen zufolge biegen die Schulbusse von der Großen Straße auf die Loge ein, fahren bis auf Höhe des Schulsportplatzes. Dort können sie nach links abbiegen und auf einer Art Kreisverkehr umkehren, um schließlich an einer Haltebucht an der Halle auf die Schüler zu warten. „Diese Fahrbahn wird zweispurig ausgelegt, sodass die Busse auch aneinander vorbeifahren können“, betonte Möller.

Weil das Areal auch in Richtung Sportplatz recht abschüssig ist, wird eine Mauer mit L-förmigen Betonelementen errichtet, um den Boden samt Betonpflaster an der Stelle abzufangen.

An der Verlängerung der Giebelseite der Sporthalle wird ein überdachter Wartebereich für die Schüler eingerichtet. Planerin Möller hatte bisher noch ein Wartehäuschen vorgesehen, Bürgermeister Ralf Goebel regte allerdings an, an der Mauer Stützen für einen einfachen Regenschutz anzubringen. „Das ist zunächst günstiger, und wir können bei Bedarf problemlos erweitern oder verändern. Das wäre bei einem festen Häuschen nicht so einfach.“

Für die Gesamtmaßnahme müssen alle Büsche und auch die kleinen Bäume an der Straße sowie der Grünstreifen zwischen Sporthalle und Kindergarten weichen. „Neuanpflanzungen an der Sportplatzseite werden die neue Bushaltestelle aber einrahmen“, erläuterte Möller.

Die Fachfrau rechnet damit, dass die Arbeiten nach den Sommerferien beendet sind: „Ich glaube, dass wir genügend Angebote von den Firmen bekommen, da es sich um eine recht einfach umzusetzende Planung handelt.“

Ein wenig komplizierter wird offenbar allerdings die Parkplatzfrage. Denn die bisherigen Stellflächen vor dem Haupteingang der Sporthalle fallen durch den Wendehammer natürlich komplett weg. Es bleiben laut Möller neun Parkplätze als Insellösung zwischen den Fahrspuren. „Das ist natürlich sehr viel Vorsicht geboten, wenn Autos zwischen den Bussen kreuzen und die Kinder auch noch zu ihren wartenden Eltern laufen“, kritisierte Ausschussvorsitzender Dieter Carstens (CDU).

Aber mehr noch liegt dem Jeddinger der mögliche Wegfall einiger Parkplätze am Kindergarten Fabula schwer im Magen: „Dort müssen wir unbedingt nachbessern. Die Erzieherinnen brauchen diese Flächen.“ Carstens schwebt vor, das Gartengelände des Fabula im Bereich zur Sporthalle hin ein wenig zu reduzieren: „Die Parkplätze dort sind wichtiger als die Spielfläche.“

Anwohner Hans Scheele, der im vergangenen Jahr die Idee einer neuen Bushaltestelle an dem Standort entworfen hatte, brachte noch eine andere Parkplatzvariante ins Spiel: „Entlang der Fensterfront der Sporthalle ist eine Grünfläche, die nur äußerst selten genutzt wird. Das würde doch passen.“

Der Ausschuss war sich jedoch überwiegend einig, dass für diese Idee nur eine Zufahrt von der Gerhart-Hauptmann-Straße möglich sein sollte, weil noch mehr Verkehr über den Wendehammer für unnötige Gefahrenquellen sorgen würde.

Aber der Bau eines solchen Parkplatzes würde grundsätzlich sehr viel Geld verschlingen, weil auch der Unterbau entsprechend hergerichtet werden müsste. So erntete Scheele aus dem Ausschuss eher Ablehnung als Zustimmung, ohne dass direkt diskutiert worden war.

Letztlich gab das Gremium grünes Licht für die Planungen. Lediglich bei den Kita-Parkplätzen wird Planerin Möller noch ein wenig neu zeichnen und rechnen müssen.

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