Interessengemeinschaft Pro Radweg setzt auf Landespolitiker Holsten und Liebetruth

Neue Banner erhöhen den Druck

Vertreter der Initiative mit Eike Holsten(2.v.l.) vor dem neuen Banner.
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Vertreter der Initiative mit Eike Holsten(2.v.l.) vor dem neuen Banner.

Jeddingen – „Passt auf! Radweg endet hier.“ So steht es auf den neuen Bannern an der Landesstraße 171, die unter anderem am Ortsausgang in Jeddingen platziert worden sind. Dort trafen sich am Samstag 45 Aktive und Freunde der Interessengemeinschaft (IG) Pro Radweg, unter ihnen auch der Rotenburger Landtagsabgeordnete Eike Holsten (CDU). Auf der Kreisverdener Seite bei Brunsbrock stellten 20 Personen gemeinsam mit MdL Dörte Liebetruth (SPD) ihrerseits die Schilder auf. An diesen Orten enden jeweils die Fahrradwege entlang der Landestraße. Auf der sind in den vergangenen Jahren zwei Radfahrer bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen.

Die IG setzt sich seit Jahren auf beiden Seiten der Landkreisgrenze für den Lückenschluss des Radweges ein. Der Jeddinger IG-Sprecher Lars Dammann forderte erneut, dass „endlich damit begonnen wird, die gefährliche Strecke durch einen Fahrradweg zu entschärfen. Zwei Tote und mehrere verletzte Radfahrer sind unerträglich. Es darf keine weiteren Opfer geben.“

Eike Holsten nahm laut IG-Mitteilung den Ball auf: „In unserem parteiübergreifenden Bemühen, den Radweg in der Landespolitik voranzubringen, ist dieses Engagement enorm wichtig.“ Holsten erläuterte, dass im Zuge der Landesinitiative eines Radwegebeschleunigungsgesetzes am 15. September die Frist für Stellungnahmen der Behörden geendet habe. In dieser Sache werde es ein Treffen im Landesverkehrsministerium geben. Der Gesetzentwurf sehe vor, an jedem der 13 Straßenbauämter in Niedersachsen eine Planstelle für den Radwegebau einzurichten. „Weiterhin geht es um Bürokratieabbau bei der Planung und Förderung. Vorgesehen ist im Haushalt 2021 eine Aufstockung des Stellenplans der Verdener Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr“, wird Holsten zitiert.

„Wenn das Geld für den Radweg vorhanden ist, es aber nicht abgerufen wird, und wenn alle Beteiligten dem Projekt positiv gegenüberstehen, ein Start aber lediglich am Planungspersonal in der Landesstraßenbehörde scheitert, warum kann die Projektierung dann nicht an ein externes Planungsbüro vergeben werden?“, habe L 171-Anlieger Hannes Wilkens verständnislos gefragt.

„Trotz des langen Stillstandes bei dem Bauvorhaben, war die Stimmung positiv und alle sind entschlossen, das Projekt weiterhin tatkräftig zu unterstützen“, endet die Mitteilung.  jw

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