Zwei Tragkraft-Spritzenfahrzeuge in Buchholz und Nindorf stationiert

Neue Autos für die Feuerwehr

Tiemann-Regionalverkäufer Martin Erdmann (v. r.) überreicht den symbolischen Schlüssel an Bürgermeister Ralf Goebel sowie an Stadtbrandmeister Kai-Olaf Häring und den Buchholzer Ortsbrandmeister Jörg Pansegrau.
+
Tiemann-Regionalverkäufer Martin Erdmann (v. r.) überreicht den symbolischen Schlüssel an Bürgermeister Ralf Goebel sowie an Stadtbrandmeister Kai-Olaf Häring und den Buchholzer Ortsbrandmeister Jörg Pansegrau.

Visselhövede – Wenn es brennt, sind die Feuerwehrleute schnell vor Ort – oder sollten es sein. Damit das gewährleistet ist, hat Visselhövede einen Feuerwehrbedarfsplan erstellt, der nun nach und nach umgesetzt wird und die Brandschützer sowohl in ihrer Ausrüstung als auch mit ihren Feuerwehrgebäuden auf den neuesten Stand bringt. Lange hatten die Ortsfeuerwehren Buchholz und Nindorf darauf warten müssen und „dutzende Stunden der Planung sorgten für das ein oder andere graue Haar“, so Feuerwehrsprecher Sebastian Kurz, aber kürzlich wurden ihnen die Schlüssel zu zwei neuen Fahrzeugen übergeben.

Dazu hatte sich unter anderem Bürgermeister Ralf Goebel vor dem Visselhöveder Rathaus eingefunden, um die symbolischen Riesenschlüssel zunächst an Stadtbrandmeister Kai-Olaf Häring zu übergeben, der diesen dann an die Ortsbrandmeister Olaf Jungnitz aus Nindorf und Jörg Pansegrau aus Buchholz weiterreichte. Die Schlüssel gehören zu zwei baugleichen Tragkraft-Spritzenfahrzeugen mit 500 Liter Wassertank von Man Tiemann Rotenburg mit einem Aufbau des Herstellers BTG (Brandschutztechnik Görlitz), so Kurz.

Einen prägnanten Unterschied weisen die beiden Feuerwehrfahrzeuge allerdings auf, die jeweils rund 135 000 Euro kosten: Während die Nindorfer ab sofort eine Schmutzwasserpumpe besitzen, verfügt das Auto der Buchholzer über einen Flachwassersaugkorb. Diese Spezialisierung für die Ortsfeuerwehren sei auch für weitere Wehren in der Zukunft vorgesehen, teilte Häring mit. So wird beispielsweise die Nindorfer Wehr ab sofort zusammen mit der Jeddinger Wehr alarmiert. Diese rücken dann beispielsweise bei Brandmeldeanlagen in beiden Bereichen gemeinschaftlich aus.

Die neuen Fahrzeuge seien optisch zwar gleich, aber dennoch Unikate, „an denen man Wochen sitzt. Und das nicht nur der Fahrgestell-Hersteller, sondern auch die Aufbaufirma“, erklärte Martin Erdmann von Tiemann. So gebe es bei Feuerwehrfahrzeugen mit der Wahl aus gut 1,8 Millionen Varianten keine Ware von der Stange – er zog dabei den Vergleich zum VW-Golf mit nur etwa 38 000 Ausstattungsmöglichkeiten.

Mit der Auslieferung habe sich gezeigt, dass sich die Arbeit am Feuerwehrbedarfsplan ausgezahlt habe, an dessen Umsetzung Ordnungsamtsleiter Mathias Haase unter anderem federführend gewesen sei. Es stecke viel „Hirnschmalz“ aller Beteiligten hinter der Planung, ergänzte Bürgermeister Ralf Goebel – von den ersten Gedanken bis zur endgültigen Auslieferung der neuen Fahrzeuge an die Ortswehren. Zugleich lobte er die gute Zusammenarbeit, die alle dabei bewiesen hätten.

Mit dem gut 30 Jahre alten Fahrzeug habe man keinerlei Aufmerksamkeit erregt, das sehe mittlerweile ganz anders aus, konnte Jungnitz aus eigener Erfahrung berichten: „Als wir das neue Einsatzfahrzeug von der Firma Tiemann in Rotenburg abgeholt hatte, fingen die Kinder an der Bushaltestelle an zu winken.“ Sein Kollege Jörg Pansegrau ergänzte, dass auch das Feedback der Kameraden durchweg positiv gewesen sei. Feuerwehrausschussvorsitzender Tam Ofori-Thomas ging noch weiter und merkte an, dass man „Kinderaugen habe strahlen sehen“ unter den Brandschützern – das konnte auch Pansegrau bestätigen, was man bei einem Gruppendienst der Ortsfeuerwehr Buchholz, bei dem das Fahrzeug bestückt wurde, habe erkennen können. Ofori-Thomas ließ auch nicht unerwähnt, dass die besten Feuerwehrfahrzeuge nichts nutzen würden, ohne die freiwillige Mannschaft an Feuerwehrkameraden, die dahinter stünden.

Wer aus der corona-bedingt kleinen Gruppe mochte, sei nach der Übergabe noch mit zum Feuerwehrhaus Nindorf gefahren. „Dort wurden die beiden Fahrzeuge genauer unter die Lupe genommen“, so Kurz.  acb

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Nach Gnabry-Schreck: Perfekter Bayern-Start gegen Atlético

Nach Gnabry-Schreck: Perfekter Bayern-Start gegen Atlético

Lukaku verhindert Gladbacher Traumstart in die Königsklasse

Lukaku verhindert Gladbacher Traumstart in die Königsklasse

Pixel 5 und 4a 5G im Praxistest

Pixel 5 und 4a 5G im Praxistest

Mit kleinen Kutschen durch Corona-Sommer

Mit kleinen Kutschen durch Corona-Sommer

Meistgelesene Artikel

Kommentare