Opfer nicht vernehmungsfähig

Nach Schüssen in Visselhövede: Polizei sucht nach roten Westen

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Polizisten suchten am Mittwoch auf dem möglichen Fluchtweg der Täter nach den roten Warnwesten.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Der Mordversuch auf der Straße vor der Kastanien-Grundschule hält Visselhövede weiter in Atem: Am Mittwoch durchkämmten mehrere Hundertschaften der Polizei aus Braunschweig, Hannover und Nienburg die Straßen des möglichen Fluchtwegs der Täter, die am Montag einen 46-Jährigen durch Schüsse in den Kopf lebensgefährlich verletzt hatten. Danach waren sie auf einem Motorrad in Richtung Ottingen geflüchtet. Die Kawasaki wurde schließlich am Montagabend in Bad Fallingbostel gefunden.

Im Mittelpunkt der Suche, bei der jeder Mülleimer, jedes Kellerfenster und jeder Vorgarten durchforstet wurde, standen rote Warnwesten, die die Täter während der Schüsse getragen haben sollen. Bei ihrer Flucht durch Ottingen sollen sie nach Zeugenaussagen diese Westen nicht mehr getragen haben. „Also haben sie sie unterwegs weggeworfen oder in eine Tasche gesteckt“, mutmaßten die Bereitschaftspolizisten, die bei strömenden Regen in mehreren Gruppen unterwegs waren.

So starteten Beamte die Suche vom Tatort in Richtung Lindenstraße und weiter der Bundesstraße 440 entlang in Richtung ehemalige Kaserne. Von dort kamen ihnen die Kollegen entgegen, die an der Kreisgrenze von Ottingen aus in Richtung Visselhövede mit langen Stangen Gräben und Straßenseitenränder durchkämmten. Ob sie letztlich fündig wurden, wollte Polizei am Ende des Tages nicht verraten.

Befragungen der Einwohner

Auch zu den Befragungen von Visselhöveder Einwohnern gibt es augenscheinlich keine neuen Erkenntnisse. Gleich nach der Tat klingelten Polizisten an den Haustüren an den umliegenden Straßen und fragten nach möglichen Beobachtungen. Denn dem Vernehmen nach stand das Fluchtmotorrad schon seit Sonntag an der Soltauer Straße.

Schießerei vor Grundschule in Visselhövede

Die Ermittler geben sich aktuell sehr zugeknöpft. So hat Staatsanwalt Lutz Gaebel in Verden die Öffentlichkeitsarbeit übernommen – in Absprache mit der Polizeiinspektion Rotenburg, wie es heißt, die noch am Tattag die Mordkommission „Motorrad“ eingerichtet hatte. „Neuigkeiten habe ich nicht zu berichten“, sagt Gaebel. 

Am Zustand des Opfers habe sich nichts geändert. Der Mann sei nach wie vor nicht vernehmungsfähig, und was mögliche Behandlungsergebnisse angehe, lasse sich nichts vorhersagen. „Die Mordkommission arbeitet mit Hochdruck“, so Gaebel. Und dabei spiele das von den beiden Tätern genutzte und später bei Bad Fallingbostel aufgefundene Motorrad eine wichtige Rolle.

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