Momo-Plätze sind begehrt

Tag der offenen Tür in der Riepholmer Kindertagesstätte

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Momo-Erzieherin Judith Schmidt (r.) informierte die Eltern über die Arbeit in der Riepholmer Kindertagesstätte.

Riepholm - Von Angela Kirchfeld. „Einmal Momo, immer Momo“ lautet der Slogan des gleichnamigen Kindergartens in Riepholm. Aber darum ist es gar nicht so einfach, einen Platz für seinen Nachwuchs in der einzigartigen Einrichtung im Visselhöveder Ortsteil zu bekommen, wie viele Eltern beim Tag der offenen Tür jetzt festgestellt haben.

Nicht nur neue interessierte Eltern informierten sich über die Einrichtung, auch viele Aktive der Elterninitiative schauten vorbei, um „Hallo“ zu sagten und kamen bei einer Tasse Kaffee oder Tee ins Klönen.

„Wir hoffen darauf, dass wir für nächstes Jahr einen Platz bekommen“, bangte Anke Meyer, die ihre zweieinhalbjährige Tochter Amelie gerne dort unterbringen möchte und betonte: „Ich habe viel Gutes über den Kindergarten gehört. Das ganzheitliche Konzept gefällt uns sehr!“

„Wir haben für das nächste Kindergartenjahr nur drei Plätze frei. Momo ist keine Krippe, daher nehmen wir erst Kinder ab drei Jahren auf. Wenn wir Bewerbungen von Kindern vorliegen haben, die älter sind, werden die bevorzugt!“, informierte Aisa Daas, Vorsitzende der Elterninitiative.

Daas hat sich vor drei Jahren bewusst für die alternative Einrichtung entschieden. „Ich wollte mein Kind nicht nur in einen Kindergarten abgeben, sondern Hand in Hand mit ihm den Weg gehen!“

Das ist auch im Sinne des Kindergartenleiters Tom Kirk. „Wir legen viel Wert darauf, dass sich die Eltern alle Einrichtungen anschauen, bevor sie sich entscheiden. Sie sollten sich auch überall bewerben. Denn ob ein Kind einen Platz erhält oder nicht, entscheidet sich ein halbes Jahr vor dem neuen Kindergartenjahr. Viele stehen bereits auf der Warteliste.“ Das wäre für 2019 somit im Januar oder Februar.

Momo ist seit 2011 zertifizierter Bewegungskindergarten. Bewegung gehört ebenso zum Konzept wie das tägliche gemeinsame Singen und Musizieren. Das Angebot für die Momos ist altersspezifisch. Die individuelle Gestaltung ist besonders durch die kleinen Gruppen möglich. Der Begriff „Erziehungspartnerschaft“ wird dort ernst genommen und gelebt, stellen Kirk und seine Kollegin Judith Schmidt fest. „Es gibt Aufgaben, wie zum Beispiel das Erlernen sozialen Miteinanders, die nur ein Kindergarten leisten kann. Es gibt aber auch Aufgaben, die nur ein Elternhaus ermöglichen.“

Im Kindergarten Momo haben Eltern viele Möglichkeiten, die Kinder zu begleiten. „Ist das auch ein Waldkindergarten?“, wollte Sven Engelke wissen, der für seine Tochter für nächstes Jahr nach einem geeigneten Platz Ausschau hält. „Nein! Wir sind zwar viel draußen, und von Mai bis Oktober ist es klasse, draußen zu spielen, aber dann wird es zu ungemütlich“, stellt Kirk klar, der bereits 23 Jahre in der Einrichtung arbeitet. 2019 wird übrigens 30 Jahre Kindergarten Momo gefeiert. Wie das Ereignis begangen wird, steht allerdings noch nicht fest.

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