Viele Hände, viele Köpfe, viel Herz

Momo-Konzept unterscheidet sich von anderen Kindergärten

Die Momo-Erzieher Tom Kirk und Judith Schmidt wurden stellvertretend für die Elterninitiative während des Visselhöveder Neujahrsempfangs ausgezeichnet. Foto: Wieters

Riepholm – Schon bei der Ehrung für außerordentliches Engagement während des Visselhöveder Neujahrsempfangs der Verwaltung, des Stadtrats und des Gewerbevereins hatte die Elterninitiative des Riepholmer Kindergartens Momo mit ihrer Spontanität für Aufsehen gesorgt. Nachdem Ratsherr Hartmut Wallin (Grüne) die Laudatio gehalten hatte, kamen alle anwesenden Eltern und auch Absolventen der Kita nach vorne und erhielten von Bürgermeister Ralf Goebel eine Rose. Dort gaben sie dann spontan einen Song aus dem musikalischen Repertoire zum Besten. Das Lied vom Löwen beeindruckte die Gäste, ebenso das Konzept der Initiative, die seit rund 30 Jahren in dem kleinen Ort Riepholm bei der Kinderbetreuung neue Wege geht.

„Der kleine Kindergarten in Riepholm ist wieder einmal Gesprächsthema in Visselhövede. Dies war auch in der Vergangenheit oft der Fall, allerdings hat sich die Wahrnehmung des Kindergartens seit seiner Gründung 1989 sehr verändert. Wurde Momo in den ersten Jahren eher skeptisch betrachtet, so hat die Einrichtung seit vielen Jahren zu Recht einen guten Ruf“, sagt Momo-Erzieher Tom Kirk stolz.

„Obwohl natürlich auch bei uns im Momo nach den gesetzlichen Vorgaben für Kindertagesstätten gearbeitet wird, gibt es viele Unterschiede zur Arbeit der Kollegen in den städtischen und kirchlichen Einrichtungen“, erklärt Kirk, der fast 25 Jahre in der Kita tätig ist, jetzt während eines Besuchs unserer Zeitung. So falle beispielsweise sofort die überschaubare Größe der Einrichtung auf.

18 Kinder werden von ihm und seiner Kollegin Judith Schmidt betreut. „In dieser fast familiären Atmosphäre können die Kinder die wichtige Erfahrung machen, auch in einer Gruppe als einzelne und einzigartige Person wahrgenommen zu werden“, so Kirk weiter. Im täglichen Umgang miteinander, beim Musizieren, bei Spiel und Sport sowie beim gemeinsamen Frühstück stehe zuerst das Kind im Mittelpunkt, erst in zweiter Linie die Gruppe.

Das helfe bei der Persönlichkeitsentwicklung und fördere das Selbstwertgefühl der Kinder. „Sehr am Herzen liegt den Eltern und uns Mitarbeitern natürlich auch die Förderung der natürlichen Freude an der Bewegung.“ Deswegen hat der Kindergarten durch seine intensive Beschäftigung mit dem Thema sowie einer entsprechenden Gestaltung der Räume und des Außenbereichs seit acht Jahren die Berechtigung, sich Bewegungs-Kita zu nennen. „Ebenso spielt bei Momo das tägliche Singen und Musizieren eine wichtige Rolle, sodass wir vom Landes-Chorverband mit dem Prädikat ,Kita-Musica‘ ausgezeichnet wurden“, so Kirk. Das ist kein großes Wunder, schließlich ist der Kindergartenleiter selbst Liedermacher und lässt seine Liebe zur Musik in seine Arbeit einfließen.

Eine Besonderheit sei auch die Trägerschaft des Kindergartens durch die Eltern. „In einem gemeinnützigen Verein, eben der Elterninitiative Momo organisiert, ist das ehrenamtliche Engagement der Eltern die Grundlage der Einrichtung“, erklärt Kirk. Und das sei, so seine Kollegin Schmidt, in der heutigen Zeit „eine große Herausforderung“. „Wir sind vielleicht das Gesicht des Kindergartens, aber Momo hat zum Glück viele Hände, die anpacken, wo es nötig ist. Viele Köpfe, die sich Gedanken machen, wie Kinder eine gute Zeit haben können. Und viele Herzen, die diesen Kindergarten gemeinsam liebevoll gestalten“, dankt Tom Kirk auf diesem Wege. Dass ehemalige Momos mittlerweile ihre eigenen Kinder auch in Riep-holm betreuen ließen, spreche doch für sich.

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