Bauarbeiten beendet / Polizei sauer auf einige Autofahrer / Spuren im Asphalt

Ab Mittwoch rollt wieder der Verkehr auf der B 440

Die Vollsperrung wird morgen aufgehoben. - Foto: Wieters

Visselhövede - Von Jens Wieters. Die gute Nachricht vorne weg: Die seit Mitte Juni laufenden Bauarbeiten auf der Bundesstraße 440 zwischen Visselhövede und Dorfmark sind fast beendet und die Vollsperrung wird Mittwoch im Laufe des Tages komplett aufgehoben. Doch die schlechte Nachricht folgt auf dem Fuße: In den vergangenen Wochen bekamen einige Autofahrer nämlich ein deftiges Knöllchen verbrummt. „Und das völlig zu Recht“, wie die Polizei sagt.

„Wir gehen fest davon aus, dass der Verkehr am Mittwoch wieder ungehindert zwischen Visselhövede und Dorfmark rollen kann“, sagt Gisela Schütt, Geschäftsbereichsleiterin der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr aus Verden. Denn dann seien die umfangreichen Sanierungsarbeiten der Fahrbahn beendet und die weiträumige Umleitung könne aufgehoben werden. Die Baumaßnahme koste insgesamt rund 1,55 Millionen Euro.

Einige Wochen lang mussten die Auto- und Lkw-Fahrer weite Umwege über Neuenkirchen und Soltau in Kauf nehmen, um die Baustelle auf der Bundesstraße zu umgehen und in den Heidekreis, beziehungsweise von dort in den Landkreis Rotenburg zu gelangen.

Und genau das ging offenbar einigen Verkehrsteilnehmern gehörig gegen den Strich: Sie ignorierten einfach die Fahrverbote. „Was wir im Bereich der ehemaligen Kaserne erlebt haben, ist kaum zu glauben“, erklärt Visselhövedes Polizeichef Matthias Wölk. So seien nicht nur mehrfach die Warnbaken einfach zur Seite geschoben worden, um sich eine freie Fahrt Richtung Ottingen zu ermöglichen, sondern einige Autofahrer seien über den Fußweg an den entsprechenden Hinweisschildern vorbei gebrettert. „Und das sogar unter unseren Augen“, kritisiert der Hauptkommissar.

Besonders dreist sei eine Frau gewesen, die zunächst ebenfalls die Sperrschilder umkurvt und mit ihrem Kleinwagen Spuren in den frischen und damit noch weichen Asphalt gefahren habe. Die Folge: „Wir haben in der vergangenen Woche dort mehrfach kontrolliert und auch Geldbußen wegen der Ordnungswidrigkeiten verhängt“, so Wölk.

Das wiederum wurde in den vergangenen Tagen von einigen Verkehrsteilnehmern in Mails an unsere Zeitung als „pure Abzocke und Wegelagerei“ bezeichnet.

„Es geht aber darum, die Bauarbeiter zu schützen, die während ihrer Arbeit Maschinen bedienen und auch zu Fuß auf der Baustelle unterwegs sind. Da kann es auch keine Ausnahme für die Einwohner Ottingens geben, die während der Bauphase fast immer über Hiddingen und Riepholm ihre Grundstücke erreicht haben“, stellt Wölk klar.

Mittwoch wird die Baustelle aber erst einmal abgeräumt und der Verkehr kann wieder rollen – vorerst, denn dem Vernehmen nach soll auch der Abschnitt der Bundesstraße 440 zwischen Visselhövede und Wittorf bald saniert werden. „Ich kann aber noch nicht genau sagen wann und wo“, so Gisela Schütt von der Verdener Behörde.

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