Ortsrat Wittorf will Häuser und Handwerk auf Sägereigelände

Misch- statt Industriegebiet

Ortsbürgermeister Heiner Gerken (Grüne) auf dem großflächigen Areal der ehemaligen Sägerei Lohmann.
+
Ortsbürgermeister Heiner Gerken (Grüne) auf dem großflächigen Areal der ehemaligen Sägerei Lohmann.

Wittorf – Der Wittorfer Ortsrat möchte den Bereich des ehemaligen Sägewerks und der Zimmerei Lohmann an der Straße Zum dicken Holz in Richtung Jeddingen planerisch von einem Industriegebiet in ein Mischgebiet umwandeln. „Denn aktuell könnte dort rein rechtlich zum Beispiel ein Paketdienst seinen Firmensitz einrichten, wo dann Tag und Nacht die Lkw be- und entladen werden und die Transporter ihre Auslieferungstouren starten. Auch eine Großraum-Disco oder ein Hochzeitshaus wären dort zurzeit möglich. Entsprechende Anfragen gab es bereits genug“, berichtet Ortsbürgermeister Heiner Gerken (Grüne), der ebenso wie seine Ortsratskollegen das knapp zwei Hektar messende Areal eher als Mischgebiet sehen würde, wo Nutzungsbeschränkungen formalrechtlich leichter umzusetzen sind.

„Wir wollen auch die umliegenden Grundstücke der alten Sägerei, wo seit rund 20 Jahren kein Holz mehr bearbeitet wurde, mit einbeziehen, um dort Wohnbebauungen zuzulassen und damit sich auch Handwerksbetriebe ansiedeln können“, so Gerken, der die Gespräche mit der Eigentümerin des Zimmereigeländes, die im Ruhrgebiet lebt, als „nicht so einfach“ bezeichnet. Der Ortsrat werde aber jetzt einen entsprechenden Antrag bei der Stadt Visselhövede stellen, damit sich der Bauausschuss mit der Umwandlung in ein Mischgebiet befasst, so Gerken.

Während seiner vergangenen Sitzung behandelte der Ortsrat auch den Haushalt für das kommende Jahr sowie das Investitionsprogramm für die Jahre bis 2024. „Und der Haushalt sieht richtig gut aus“, freut sich der Ortsbürgermeister. Kein Wunder, dass der Plan mit einem Überschuss von rund 7 000 Euro einstimmig angenommen wurde. Und die Kommunalpolitiker haben im kommenden Jahr einiges vor.

So soll unter anderem der Tresen im Dorfgemeinschaftshaus neu gemacht werden, sogenannte Leucht-Smileys an den Straßen sollen Autofahrer animieren, die korrekte Geschwindigkeit einzuhalten, und auch eine Sanierung des Gehwegs an der Bundesstraße 440 im Bereich des Gemeinschaftshauses steht auf der Agenda.

An der Kreuzung Neu-Bretel/Alt-Bretel möchte der Ortsrat gerne eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 50 Stundenkilometer. „Und eine entsprechende Beschilderung, die auf Schulkinder hinweist“, berichtet Gerken.

Bei der Aufwertung des Kinderspielplatzes Suder Feld weiß der Bürgermeister ebenfalls den Ortsrat hinter sich. Der dankt auf diesem Wege der Jagdgenossenschaft für die Beschaffung von Schottersteinen für einige öffentliche Wege.

„Wir sind natürlich auch froh, dass die Verfüllung der Versenkbohrung Wittorf Z1 bei Grapenmühlen beendet ist. Als letzte Module folgen nun noch der Rückbau des Betriebsplatzes und die Rekultivierung der gesamten Fläche, die im Sommer 2021 beendet sein soll“, so Gerken, der ebenso wie die Stadt Visselhövede und die Wittorfer Initiative WUG eine Beteiligung am geplanten Grundwassermonitoring auf der vom Konzern Wintershall Dea genutzten Fläche fordert.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

So fährt es sich im Ford Mach-E

So fährt es sich im Ford Mach-E

Desserts mit Gemüse zubereiten

Desserts mit Gemüse zubereiten

Die Samsung Galaxy S21 im Test

Die Samsung Galaxy S21 im Test

Rüstige Rentner statt Hippies und Hare Krishna

Rüstige Rentner statt Hippies und Hare Krishna

Meistgelesene Artikel

Zweieinhalb Jahre nach CDU-Austritt: Andrea Kaisers AfD-Beitritt mit Ankündigung

Zweieinhalb Jahre nach CDU-Austritt: Andrea Kaisers AfD-Beitritt mit Ankündigung

Zweieinhalb Jahre nach CDU-Austritt: Andrea Kaisers AfD-Beitritt mit Ankündigung
Start des Impfzentrums in Zeven ist noch unklar

Start des Impfzentrums in Zeven ist noch unklar

Start des Impfzentrums in Zeven ist noch unklar
Widerstand gegen Sperrung der Goethestraße in Rotenburg

Widerstand gegen Sperrung der Goethestraße in Rotenburg

Widerstand gegen Sperrung der Goethestraße in Rotenburg
1,8 Millionen Euro für Radschnellweg von Brockel nach Rotenburg

1,8 Millionen Euro für Radschnellweg von Brockel nach Rotenburg

1,8 Millionen Euro für Radschnellweg von Brockel nach Rotenburg

Kommentare