Wissen für den Nachwuchs

Mentoring für junge Öko-Landwirte

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Laura Bertzbach leitet das Projekt „Mentoren-Netzwerk Ökolandbau“ und vermittelt hilfesuchende Landwirte an die ehrenamtlichen Ratgeber.

Visselhövede - Landwirte lernen von Landwirten. Dieses Konzept verfolgt das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) aus Visselhövede mit seinem neuen Projekt „Mentoren-Netzwerk Ökolandbau“.

Darin teilen Öko-Landwirte ehrenamtlich ihr Wissen und ihre Erfahrung mit Landwirten, die beispielsweise gerade einen Betrieb übernommen oder gegründet haben und dabei Unterstützung benötigen. Denn: „Der Ökolandbau steckt mitten im Generationenwechsel“, erzählt Projektleiterin Laura Bertzbach.

„Besonders junge Betriebsleiter sind dabei angesprochen, Existenzgründer und Hofübernehmer.“ Das noch junge Projekt hat bereits sechs Mentoren gefunden, die fortan fachkundig beraten. Mit dem Stuckenborsteler Jan-Uwe Klee ist auch ein Ökolandwirt aus dem Landkreis vertreten. 

„Schon während meiner hauptberuflichen Tätigkeit war ich als Mentor tätig. Wenn es passt, möchte ich meine Erfahrung gerne weiter einsetzen“, sagt Klee. Er ist Landwirt, Gartenbaulehrer, Begleiter der freien biologisch-dynamischen Ausbildung Norddeutschland und war Geschäftsführer der Bäuerlichen Gesellschaft.

Angebot für den norddeutschen Raum

Das Angebot vom KÖN und der gemeinnützigen Gesellschaft „Bäuerliche Bildung und Kultur“ ist für den norddeutschen Raum Norddeutschland (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen) gedacht. Ist dieses Kriterium erfüllt, müssen die Interessierten laut der Projektleiterin nur drei Schritte befolgen, um die Beratung zu erfahren. Zuallererst entscheidet sich der Landwirt für einen Mentor. 

Die Ansprechpartner sind mit ihren landwirtschaftlichen Schwerpunkten und einer kurzen Vita auf der Internetseite www.mentoring.bio aufgelistet. Eine Karte zeigt zudem die jeweiligen Standorte der Ratgeber. Anschließend nimmt er oder sie Kontakt mit Laura Bertzbach unter der Telefonnummer 04262 / 959385, per E-Mail an L.Bertzbach@oeko-komp.de oder direkt über die Internetseite auf.

Bertzbach vermittelt dann an die Mentoren weiter, die wiederum mit dem Hilfesuchenden Kontakt aufnehmen und ein erstes Treffen vereinbaren. Die ersten zwei Gespräche mit einem Mentor sind für Interessierte kostenlos, so Bertzbach. Ab dem dritten Gespräch muss derjenige, der einen Mentor in Anspruch nimmt, 75 Euro pro Treffen bezahlen. Oft könne laut der Projektleiterin jedoch schon ein erstes Gespräch mit ihnen Lösungsmöglichkeiten und Auswege zeigen.

Persönliche Themen einbringen

Bertzbach: „Bei Besuchen und durch Telefonate können mit den Mentoren auch persönliche Themen besprochen werden.“ Wenn ein junger Landwirt in eine bestehende Hofgemeinschaft eintritt, könne er zum Beispiel seine Unsicherheit mit der Gemeinschaft beim Mentor zur Sprache bringen und mit ihm gemeinsam nach Auswegen und Lösungen suchen. 

„Auch bei existenziellen Nöten wie Liquiditätsproblemen oder der Umstrukturierung eines Betriebes kann einer unserer Mentoren den Landwirt dabei unterstützen, einen klaren Kopf zu bewahren.“

jo

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