Menschen mit Behinderung gucken sich künftigen Wohnort an der Worthstraße an

Fit für den neuen Lebensmittelpunkt

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Zu einem Wohnseminar gehört auch die Besichtigung der Baustelle.

Visselhövede - Menschen mit geistiger Behinderung zu immer mehr Selbstständigkeit anzuleiten, ist von den Rotenburger Werken nur ein Ziel von vielen. Und das soll in der gerade im Bau befindlichen Wohngruppe an der Visselhöveder Worthstraße noch stärker in den Fokus rücken.

Was liegt da näher, als auf die Wünsche der betroffenen Menschen einzugehen, die natürlich zunächst erstmal erfasst werden müssen. „Darum veranstalten wir seit rund vier Jahren sogenannte Wohnseminare, um den Menschen mit Behinderung in kleiner Runde die Möglichkeit zu geben, ihre Wünsche und Ideen hinsichtlich ihrer neuen Wohnsituation zu äußern“, betont Stephan Slomma von den Rotenburger Werken. Er weilte gestern und am Donnerstag mit einigen Bewohnern der neuen Tagesförderstätte und Wohngruppe Worthstraße im Jeddinger Hof und guckte sich nicht nur auf der Baustelle um, sondern besichtigte auch die Musterwohnungen an der Emmy-Krüger-Straße. „Um die Menschen auf die Veränderungen gegenüber der herkömmlichen Wohnsituation vorzubereiten, gilt es natürlich, eine ganze Reihe von Fragen zu klären“, so Slomma. Da helfe zunächste eine Art Fragebogen, der aber nicht das persönliche Gespräch während dieser Wohnseminare ersetzen könne. „Es geht auch darum, ob am neuen Wohnort Jobs zur Verfügung stehen. Wenn nicht, wie zum Beispiel der Fahrdienst nach Rotenburg eingerichtet sein muss“, berichtet Slomma. Aber auch die ganz alltäglichen Dinge wie die Ausstattung der Zimmer oder auch das Ausfüllen der Formulare im Rathaus beim anstehenden Wohnortwechsel müsse natürlich mit den Menschen mit Behinderung geklärt werden.

Die Bauarbeiten an der Worthstraße schreiten im Übrigen zügig voran, so dass noch im Juli Richtfest gefeiert wird. „Dank des milden Winters sind wir im Zeitplan“, so Slomma.

jw

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