Macher des Kultursommers hoffen auf rege Beteiligung

„Mein Visselhövede“: Kurzfilme gesucht

Diskussion während der Infoveranstaltung. - Foto: Kirchfeld

Visselhövede - Wie drehe ich einen Film? Welche Technik benötigt man? Welche rechtlichen Auflagen müssen bedacht werden und wie schneide ich ihn? Diese und viele weiteren Fragen wurden im Heimathaus geklärt. Schließlich sollen im Rahmen des Visselhöveder Kultursommers, der vom 17. bis 21. August stattfindet, die Videoclips der Einwohner zur Bewertung ins Netz gestellt werden.

Die Organisatoren des Kultursommers, der Kulturverein „EigenArt“, das Theater Metronom und der Kultur- und Heimatverein, haben sich mit dem Projekt „VisselTube“ etwas Besonderes einfallen lassen. „Plan ist es, in Anlehnung an ein bekanntes Video-Portal einen Kurzfilm über Visselhövede zu drehen“, erläutert Ralf Struck, Vorsitzender des „EigenArt“. „Dabei werden die Filme, bevor sie ins Netz gestellt werden, auf Anstand, Sitte und Moral begutachtet.“ Ansonsten seien der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ob der Filmbeitrag von „Mein Visselhövede“ als Trickfilm, als Doku, Thriller, Krimi oder Musical gedreht wird, sei völlig egal.

Die Jury vergibt drei Preise, außerdem wird ein Publikumspreis verliehen. Die Filme können vom 1. Mai bis 31. Juli hochgeladen und nach der Freigabe bis zum 21. August unter kultursommer-visselhoevede.de angesehen werden. Das Publikum bewertet die Filme vom 31. Juli bis 14. August.

Kamerafrau Johanna Ohlau machte deutlich, dass es nicht auf professionelle Kameraführung und Technik ankommt. „Man kann auch den Film ganz einfach mit dem Handy aufnehmen!“ Man sollte ruhig mehrere Filme hochladen, um eine Auswahl zu haben.

Metronom-Schauspielerin Karin Schroeder gab wertvolle Tipps zur Dramaturgie: „Was will ich erzählen? Was ist die Handlung? Welche Wirkung will ich erzielen? Am Anfang steht die Idee!“ Schröder riet, ein Drehbuch zu schreiben, an das man sich halten kann. Beim Ablauf sollte man am Beispiel des Films „Der weiße Hai“ vorgehen: „Man lernt zuerst die Personen und Hauptfiguren kennen und was sie wollen. Dann kommt es zur Handlung, dann das Ende.“

Wie der Film geschnitten und bearbeitet wird, beschrieb Tomke Heeren vom Organisationsteam anhand von selbstgedrehten Filmen. Gast Cornelius von Eller-Eberstein lag vor allem die rechtliche Frage zum Filmen mit der Drohne auf der Seele. Hierzu riet Ohlau: „Alles im Umkreis von 50 Metern ist genehmigungsfreier öffentlicher Raum. Doch das Persönlichkeitsrecht einzelner Personen muss gewahrt werden.“ Weitere Infos gibt es unter der Rufnummer 0 42 62/13 51 oder per E-Mail an visseltube@kultursommer-visselhoevede.de.

aki

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