Leiterin des evangelischen Kindergartens geht in den Ruhestand

Meier-Zindler verabschiedet sich nach 26 Jahren

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Hanne Meier-Zindler (l.) bekommt von ihrer Nachfolgerin Michaela Lorke ein Glas mit vielen Erinnerungen und guten Wünschen überreicht.

Visselhövede - Von Angela Kirchfeld. „Na, sie hat ja jetzt genug Geld verdient!“ „Nee, sie hat bestimmt genug gearbeitet!“ Die Aussagen der Kinder zum Abschied von Hanne Meier-Zindler, Leiterin des Visselhöveder St.-Johannis-Kindergartens, waren so vielfältig wie das Programm, das Kolleginnen und Eltern für den letzten Arbeitstag vorbereitet hatten.

Dabei war Meier-Zindler noch nicht einmal die einzige, die Abschied nahm, sondern auch die künftigen Schulkinder und die Erzieherinnen Rieke Duwe und Nadine Lange sagten „tschüss“.

„Es war der Wunsch der Chefin, dass es kein Extrafest nur für sie gibt, sondern mit den Schukis zusammen“, berichtete Michaela Lorke, die Nachfolgerin von Hanne Meier-Zindler. Die versicherte, dass der offizielle Abschied am 7. September mit den vielen Reden einfach nichts für die Kinder sei.

Daher wurden verschiedene Projektgruppen gebildet, die sich um die einzelnen Bereiche rund um den Abschied wie Essen, Eiswagen, Dekoration und Lieder kümmerten. „Das Schlimmste war, dass die Kindergartenleiterin außer Lieder kopieren nichts machen durfte“, schmunzelte Lorke.

Traditionell startete die Verabschiedung vor den Ferien wie immer in der Kirche mit einer Andacht von Pastor Peter Thom. Schwerpunktthema war die Geschichte des kleinen Bibers, der von seiner Mutter in die Welt hinausgelassen wird. „Schaffe ich das?“, lautete immer wieder seine bange Frage. Doch durch viele Freunde, die er auf seinem Weg traf und auch durch eine liebe Biberfrau wuchs er mit den Aufgaben. Dieses Anspiel war sowohl symbolträchtig für die künftigen Schulkinder als auch für die Verabschiedung der Kindergartenleiterin. Für sie gab es Rosen für den neuen Garten vom Elternrat und ein Glas mit vielen schönen Erinnerungsstücken und guten Wünschen von den Kindern und den Kollegen.

„Es sind viele schöne Erinnerungen, die hinter mir liegen, vor allem auch mit den Kollegen. Das würde Stunden dauern, alles Revue passieren zu lassen“, resümierte Meier-Zindler nach dem rundum gelungenen Fest. „Mir geht es gut und ich freue mich auf den Ruhestand. Vor allem werde ich alles etwas langsamer und ruhiger angehen lassen, nicht so viel Termine wahrnehmen und gemütlich länger mit meinem Mann frühstücken“, versicherte die Erzieherin, die 1991 die Leitung des St.-Johannis-Kindergartens an der Gartenstraße übernahm.

Mehr als 26 Jahre hat sie die Kindertagesstätte mit dem großen Umbau 1993 und vielen Veränderungen und Weiterentwicklungen erfolgreich geführt. Langeweile kommt aber garantiert trotzdem nicht bei ihr auf, da sie ehrenamtlich unter anderem im Kirchenvorstand tätig sein wird.

„Ich weiß den Kindergarten in guten Händen, daher kann ich in Ruhe Abschied nehmen!“, ist Meier-Zindler zuversichtlich. Ehemann Wolfram Zindler steht weiterhin den St.-Johannis-Kehlchen bei, ein Kinderchor, der einst von Hanne Meier-Zindler gegründet worden ist.

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