Visselhöveder Oberschule beim „Buddy“-Programm dabei

Für mehr Respekt und Teilhabe

Dr. Stephanie Abke (v.l., EWE-Stiftung), Dirk Heydinger (Schulpsychologischer Dezernent) sowie Lehrkräfte der an „Buddy“ teilnehmenden Schulen mit Matthias Voß (r.) von der Oberschule Visselhövede. Foto: EWE--Stiftung

Visselhövede/Oldenburg – Schwierigkeiten mit Mathe? Stress mit dem Lehrer? Wenn auch Eltern bei der Schulunterstützung ihrer Kinder an ihre Grenzen kommen, ist es doch schön, wenn es Schüler gibt, die Mitschülern unter die Arme greifen. Und genau darauf zielt das „Buddy“-Programm des Düsseldorfer Vereins „education y“ ab. Und das läuft auch in der Visselhöveder Oberschule.

Schulen sind weit mehr als Orte reiner Wissensvermittlung. Schulen sind Orte, an dem sich ganz unterschiedliche Persönlichkeiten treffen und viel Zeit miteinander verbringen. Klar, dass es hier auch zu Konflikten kommt, die nicht immer zufriedenstellend gelöst werden können. Deshalb bietet das „Buddy“-Programm des Düsseldorfer Vereins „education y“ für Schulleitungen, Lehrkräfte und Schüler seit vielen Jahren wertvolle Unterstützung bei der Entwicklung eines dauerhaft konstruktiven und respektvollen Miteinanders an.

„Wegweisend ist dabei die Vision, dass Kinder und Jugendliche Kompetenzen lernen, um in der zunehmend globalen und digitalen Welt ein erfolgreiches, selbstbestimmtes und an solidarischer Gesellschaft orientiertes Leben zu führen“, heißt es in einer Mitteilung der EWE-Stiftung. Die ermöglicht deshalb insgesamt 140 Lehrkräften und mehr als 500 Schülern, für zweieinhalb Jahre am „Buddy“-Landesprogramm Niedersachsen teilzunehmen. Schulleitungen und beteiligte Lehrpersonen trafen sich jetzt im Hotel Hermes in Oldenburg zu einem Erfahrungsaustausch beim Netzwerkgespräch.

Vertreten waren die Oberschule Visselhövede, das Gymnasium Hoya, die Süderwischschule Cuxhaven, die Oberschule Stadtmitte Wilhelmshaven sowie die Grundschule Nordholz.

„Für wirkungsvolle Entwicklungsprozesse ist es wichtig, alle beteiligten Personengruppen einzubinden. Die EWE-Stiftung möchte jetzt auch Schulen hier im Nordwesten die Möglichkeit bieten, mit professioneller Begleitung an einer Beziehungskultur zu arbeiten, die von Chancengerechtigkeit, Wertschätzung und Respekt geprägt ist“, so Dr. Stephanie Abke, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der EWE- Stiftung.

Dirk Heydinger, der schulpsychologischer Dezernent der Niedersächsische Landesschulbehörde, hatte den Tag organisiert, der von regem Austausch untereinander geprägt war. Rückblickend resümierte er: „Der Erfahrungsaustausch beim Netzwerktreffen ist von zentraler Bedeutung für den Erfolg des Buddy-Programms. Denn nur ein offener Austausch und die kritische Reflexion der eigenen Rolle ermöglichen es allen Beteiligten, voneinander zu lernen.“

Die Grundgedanken und Zielsetzungen von „Buddy“ sollen in den Schulprogrammen und Präventionskonzepten eingearbeitet werden, denn nur so sei das gesamte Potenzial des Programms dauerhaft nutzbar.

Der Verein „education y“ hat seinen Sitz in Düsseldorf und wurde als 2005 gegründet. Das Ziel der Organisation ist es, mit seinen Programmen und pädagogischen Angeboten die Kompetenzen und Potenziale von Jugendlichen und Kindern zu fördern. Um dies zu erreichen, arbeiten die Organisatoren gemeinsam mit Fachkräften und Eltern daran, die Lernkultur in Schulen und Familien so zu verändern, dass die Bedarfe der Heranwachsenden im Mittelpunkt stehen.

Im „Buddy“-Programm für soziales Lernen bestimmen Schüler das Schulleben entscheidend mit. Seit 2005 unterstützt das Land Niedersachsen das Programm. Unter dem Motto „Aufeinander achten – füreinander da sein – miteinander lernen“ übernehmen „Buddys“ Patenschaften für jüngere Mitschüler, engagieren sich in der Streitschlichtung, initiieren Schülerprojekte oder Klassenräte. Dadurch wird ein verantwortungs- und respektvolles Miteinander unter Lehrkräften und Schülern gefördert.

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