Mobile Bürgerbox der SPD: Einwohner haben bunten Strauß an Wünschen

Mehr Polizei, Sperrmüll nach Absprache und bessere Wege

Hermann Bergmann und Christine Schiller gehörten zu den SPD-Teams, die an vielen Visselhöveder Haustüren klingelten.

Visselhövede - Mit einem ganzen Strauß von Anregungen und Forderungen der Mitbürger aus dem Stadtgebiet kehrten Mitglieder des SPD-Ortsvereins von ihrer „Haustür-Tour“ zurück.

Laut Mitteilung klingelten die Sozialdemokraten an mehreren Samstagen und auch sonntags als sogenannte mobile Bürgerbox an den Haustüren einiger Einwohner der Stadt. „Viele Bürger wurden angetroffen und teilten uns bereitwillig ihre Ideen mit. Wer nicht Zuhause war, dem wurde eine Kontaktkarte hinterlassen, um auch im Nachhinein die Chance zu haben, den Ortsverein zu erreichen“, schreiben die Genossen.

Allgemein sei festzuhalten, dass die Grundstimmung gegenüber der Kommunalpolitik positiv sei. „Es wurden aber auch einige Kritikpunkte angesprochen. Besonders der Zustand einiger Straßen sowie von Geh- und Radwegen wurde bemängelt. Die Anwohner wünschen sich eine Verbesserung der Pflege vorhandener Strecken. Vielerorts ist eine Sanierung oder sogar eine Erneuerung gefordert worden.“

Auch Mobilität war demnach ein großes Thema. Die Menschen hätten gern eine bessere Bus- und Zuganbindung ins Umland. Ebenso der Vorschlag, eine Mitfahrerbank für Senioren einzurichten, wurde den SPD-Politikern mit auf den Weg gegeben.

„Einige Bürger sind mit der Pflege der Friedhöfe, Grünanlagen und Spielplätze nicht zufrieden. Gerade am Stadtfriedhof Auf der Loge sind weitere Arbeiten nötig. Die Befragten forderten auch, dass es auf den Spielplätzen mehr Aufsicht gibt“, teilen die Sozis mit. Im Bereich Bildung sei es den Visselhövedern sehr wichtig, dass die IT-Ausstattung der Schulen einen hohen Standard habe. Außerdem sollten die vorhandenen Sporthallen besser genutzt werden.

Ein Dorn im Auge vieler Einwohner ist offenbar auch der „Sperrmülltourismus“, der zu den regelmäßigen Abfuhrterminen im gesamten Stadtgebiet einsetzt. „Die Leute möchten, dass Sperrmüll nur noch nach Termin abgeholt wird“, habe die Befragung ergeben. Vom Landkreis wünschten sie sich die Abschaffung der gelben Säcke und dafür gelbe Tonnen.

Allgemein sei mehrfach darauf hingewiesen worden, dass die Polizei eine stärkere Präsenz zeigen müsse. Außerdem, so schreibt die SPD, gebe es für junge Leute in der Stadt viel zu wenig Angebote. „Auch die Erweiterung der Maßnahmen zur Integration der Flüchtlinge wurde mehrfach genannt. Hier müsse noch mehr geleistet werden.“

Da bei den Hausbesuchen nicht das gesamte Stadtgebiet erreicht werden konnte, ist die mobile Bürgerbox der SPD in den kommenden Wochen erneut unterwegs. „Die gesammelten Ideen werden aufbereitet und im Ortsverein diskutiert, um zu schauen, welche Verbesserungen erreicht werden können“, teilt die SPD mit. - jw

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