CDU und Grüne wollen Neubau im Osten Visselhövedes

Mehr Kita-Plätze: „Jetzt sind wir mal dran“

Michael Meyer (CDU, l.) und Hartmut Wallin (Grüne) stehen vor einem Spielgerät für Kinder.
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Michael Meyer (CDU, l.) und Hartmut Wallin (Grüne) setzen auf den Neubau einer Kindertagesstätte in den östlichen Dörfern – entweder in Schwitschen oder in Hiddingen.

Das Platzproblem, das Visselhövede in puncto Kinderbetreuung hat, wird auch der neue Primar Campus nicht gänzlich lösen können. Daher schlagen CDU und Grüne einen Neubau vor - aber nicht im Kernort.

  • Visselhövede braucht einen neuen Kindergarten.
  • CDU und Grüne wollen Standort in Hiddingen oder Schwitschen.
  • Die Zeit drängt.

Visselhövede/Schwitschen – Der Primar Campus zwischen dem bestehenden Kindergarten Fabula und der Visselhöveder Kastaniengrundschule ist noch nicht ganz fertig, da spuken bei den Kommunalpolitikern schon die nächsten Bauideen herum. Denn man kann das Blatt drehen und wenden wie man will: Auch der Campus wird das Platzproblem bei der Kinderbetreuung nicht lösen.

Es gibt einfach zu viele Kinder im gesamten Stadtgebiet und zu wenig Plätze. Seitdem Eltern einen Rechtsanspruch auf Kita- oder Krippenplätze haben, hat sich das Problem sogar noch erheblich verschärft. „Und darum brauchen wir so schnell wie möglich einen neuen Kindergarten. Der soll aber nicht im Kernort Visselhövede gebaut werden, sondern im Nordosten der Stadt, in Hiddingen oder in Schwitschen“, fordern CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Michael Meyer und Hartmut Wallin von den Grünen.

„Wenn wir unsere Dörfer lebens- und liebenswert erhalten und dem demografischen Wandel entgegenwirken wollen, dann brauchen wir junge Familien, die dort leben möchten. Und denen müssen wir ein Angebot machen“, so Meyer, der ebenso wie Wallin im Visselhöveder Stadtrat sitzt.

Großer Bedarf in östlichen Stadtteilen

Bereits im vergangenen September habe er vorgeschlagen, ergebnisoffen in eine Standortsuche zu gehen, kreativ zu denken und insbesondere die Ortschaften mit in diese Überlegung einzubeziehen, berichtet der Drögenbosteler Meyer. Denn nach Zahlen, die die CDU-Fraktion von der Verwaltung eingefordert hatte, zeige sich auch in den östlichen Stadtteilen ein Bedarf an zusätzlicher Kinderbetreuung. „Von den 523 Kindern im Alter bis zu sechs Jahren im gesamten Stadtgebiet leben 68 in Drögenbostel, Hiddingen, Ottingen und Schwitschen, Tendenz steigend. Die CDU wird sich daher für einen neuen Kindergartenstandort in einer dieser Ortschaften einsetzen“, verspricht Meyer.

Der bekommt mit seiner Idee Zuspruch von den Grünen. Der Schwitscher Hartmut Wallin war nämlich „sofort begeistert“, die östlichen Dörfer der Stadt durch ein Angebot für Kinderbetreuung weiterzuentwickeln: „Wir brauchen eine neue Kita, das ist klar, aber jetzt auch mal in den Ost-Dörfern.“

Meyer und Wallin werden nun versuchen, die nötigen Mehrheiten in den politischen Gremien zu bekommen. Natürlich muss auch ein geeigneter Bauplatz gefunden werden. Aber auch bei dieser Thematik sind die beiden recht optimistisch: „Bisher waren die bereits geführten Gespräche mit Grundstückseigentümern recht positiv“, erklärt Hartmut Wallin. Beide sind bei der genauen Standortsuche aber noch offen und würden sich über Vorschläge aus der Bevölkerung für einen geeigneten Bauplatz in Hiddingen oder Schwitschen freuen. Die Flächen müssen natürlich genügend Platz für einen Kindergarten mit bis zu vier Gruppen bieten.

Denn gemäß einer von der Verwaltung aufgestellten Prognose fehlen auf die kommenden drei Jahre gesehen mindestens drei Krippen- und eine Kindergartengruppe, trotz des in wenigen Monaten zur Verfügung stehenden Angebots im Primar Campus. Da die vorhandenen städtischen Gebäude den Mehrbedarf nicht aufnehmen können, wird aktuell über weitere Investitionsmaßnahmen beraten. „Dazu liegen bereits verschiedene Vorschläge des Bürgermeisters Ralf Goebel auf dem Tisch, die allesamt Neubauten im Kernort oder Erweiterungen von bestehenden Einrichtungen in Jeddingen oder Wittorf vorsehen. Wir sind der Meinung, dass auch die östlichen Ortsteile mal dran sind“, so Wallin und Meyer übereinstimmend.

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