Anhebung der Aufwandsentschädigung

Mehr Geld für die Feuerwehr

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Heiko Hermonies

Visselhövede - Von Jens Wieters. Die Feuerwehrleute gehen bei Einsätzen immer öfter an die Grenze ihrer Belastbarkeit. Damit sind nicht nur reale Einsätze mit Schlauch und Schere, sondern auch deren Nacharbeitung mit Berichten und Statistiken gemeint.

Und das alles fast gänzlich ehrenamtlich. Grund genug für den Visselhöveder Feuerwehrausschuss, die Aufwandsentschädigungen für die Funktionsträger der Wehren anzuheben.

So erhält der Stadtbrandmeister ab dem 1. Januar 2018 225 Euro monatlich, 50 mehr als bisher. Sein Stellvertreter bekommt 75 Euro (bisher 17,50) und die Ortsbrandmeister der Schwerpunktfeuerwehren 125 statt 70 Euro und die der Stützpunktfeuerwehren 100 statt 70 Euro.

Aber auch alle anderen Funktionsträger der Brandschützer – vom Pressesprecher bis zum Atemschutzgerätewart – dürfen mit einer monatlichen Erhöhung der Bezüge zwischen 100 (Administrator Feuerwehrverwaltungsprogramm, der 30 Euro bekommt und bisher nichts) und 30 Prozent (Kammerwart) rechnen.

Mathias Haase, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, machte aber die Notwendigkeit dieser finanziellen Anpassung deutlich: „Die Ortsbrandmeister haben nicht nur die Verantwortung während der Einsätze, sondern auch für ihre Leute, die Fahrzeuge und die andere Ausrüstung.“ Aber damit sei es immer häufiger nicht allein getan, sondern es müssten Statistiken geführt und ausgewertet werden. 

„Dafür gehen viele Stunden drauf, darum ist die Anhebung nur angemessen und vor allem nicht überzogen, weil wir uns an den anderen Kommunen orientiert haben“, so Haase, der betonte, dass die Stadt für 400 Feuerwehrleute und 16 Fahrzeuge sorgen müsse.

Dienstaufkommen wächst an

Stadtbrandmeister Heiko Hermonies unterstrich, dass „das Dienstaufkommen heute wesentlich höher“ sei als früher. Auch die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass „diese Arbeit mit einer vergleichbar wirklich geringen Entschädigung vergütet werden muss“, wie Henning Vollmer (CDU) sagte.

Dennoch stellte Heiner Gerken während der weiteren Diskussion mit Blick auf den anstehenden Neubau des Jeddinger Feuerwehrhauses, das ohne Grundstück rund 1,5 Millionen Euro kosten soll, die Frage, warum es nicht möglich sei, bei derartigen Bauten auf Pläne bereits bestehender Feuerwehrhäuser zurückzugreifen. „Mit dem Problem stehen wir ja nicht alleine da. Warum gibt es nicht landesweit Baupläne für verschiedene Größen von Feuerwehrhäusern, die dann je nach Bedarf aus der Schublade geholt werden? Das spart eine Menge Architektenleistungen“, so der Wittorfer.

Hermonies konterte, dass es sehr wohl festgeschrieben sei, wie viele Quadratmeter für jeweils einen Brandschützer zur Verfügung stehen und wie viel Platz die Fahrzeuge und die Unterrichtsräume haben müssten. „Das Dilemma ist aber, dass die öffentliche Hand jedes Bauwerk ausschreiben muss, und dann wird es teurer. Das kann man nicht mit privaten Maßnahmen vergleichen.“

Der Feuerschutz sei schließlich eine Pflichtaufgabe der Kommunen, bei dem man nicht „immer nur kürzen kann, sonst kann ich uns gleich abmelden“, stellte der Stadtbrandmeister klar.

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