Mehr als 120 Gäste und Gastgeber bei der „Tisch an Tisch“-Aktion / „Experiment geglückt“

Aus Fremden werden Freunde

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Die Organisatoren lassen sich den Snack schmecken.

Visselhövede - Von Jens Wieters. „Das hat unsere Erwartungen voll und ganz übertroffen. Einfach eine tolle Veranstaltung, um miteinander ins Gespräch zu kommen!“ Gustav Stegmann, Nicole Kanapin und Andreas Goehrt vom Visselhöveder Präventionsrat waren gestern Mittag schlichtweg von den Socken: Die Aktion „Tisch an Tisch“ lockte mehr als 120 Gäste ins Haus der Bildung.

Wessen Glas noch voll ist, der hat gut lachen.

Denn aufgrund der unbeständigen Witterung wurde das geplante Open-Air-Mittagessen kurzerhand vom Markplatz ins HdB verlegt. „Aber das tat der Stimmung keinen Abbruch, denn draußen kann ja jeder“, so Stegmann. „Hier ist es ein wenig enger, so dass die Leute noch eher miteinander ins Gespräch kommen“, so Goehrt.

An den 15 Tischen hatten jeweils zwei Gastgeber für acht Personen, zwei persönliche und vier „fremde“ Gäste gekocht. Aber es dauerte nur einige Minuten und aus den Fremden wurden Freunde.

Auf die Tische, die teilweise mit einer richtigen Speisekarte versehen waren, kam fast alles, was in diesem Rahmen gekocht werden konnte: Von der Schnuckenbratwurst über den Nudelsalat oder Eintöpfen bis hin zum edlen Lachs direkt vom Grill. Auch Vorspeisen und Nachtisch gab es in Hülle und Fülle und sogar mit musikalischem Rahmen.

„Bis zuletzt habe ich noch ein wenig gezittert, ob unsere Idee angenommen wird“, so Gustav Stegmann. Denn er habe sich bei der Werbung viele Absagen eingehandelt, die die Aktion als „Flüchtlingsveranstaltung“ tituliert hätten. „Und davon kann überhaupt keine Rede sein. Es ist ein Fest für die Visselhöveder, die mal ohne Eile miteinander klönen können“, so Stegmann. „Und wenn man etwas gemeinsam macht, wie in diesem Fall das Kochen und Einladen, dann stärkt das ungemein das Wir-Gefühl in unserer kleinen Stadt“, sind sich Kanapin, Stegmann und Goehrt sicher. Das „Experiment ist prima geglückt“ und sei hervorragend angenommen worden. „Es schreit förmlich nach einer Wiederholung“, blickt Goehrt schon ein wenig auf 2016, wo die Aktion vielleicht in den Kultursommer eingebaut werden könnte. „Durch diesen Auftakt wird vielleicht auch den Skeptikern ein wenig der Wind aus den Segeln genommen.“

"Tisch-an-Tisch"-Aktion in Visselhövede

Ach ja: Es gab sogar kleine Preise mit Kochlöffeln und Blumengestecken für die schönsten Tische. Sieger wurde das Team der Firma „jbs“, die im kommenden Jahr in die Kaserne einzieht.

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