Neue Fahrzeug-Ausstattung

Maßgeschneiderter Einsatzwagen für die Feuerwehr

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Feuerwehrleute, Sponsoren und Verwaltungsmitarbeiter (v.l.): Florian Pahl, Thomas Hartmann, Wolfgang Pahl, Ralf Hoffmann, Ortsbrandmeister Kai-Olaf-Häring, Dirk-Meyer Clark, Rudi Reichert, Mathias Haase, Klaus Twiefel, Tam Ofori-Thomas, Jan Husmann, Rainer Thies Stadtbrandmeister Heiko Hermonies, Thomas Renken und Sascha Neumann.

Visselhövede - Als 2012 Ersatz für den 15 Jahre alten Kommandowagen der Visselhöveder Feuwehren seitens der Stadt Visselhövede beschafft werden musste, erwies sich dabei ein VW Crafter als passendes Angebot zur richtigen Zeit. Der wurde damals bei Volkswagen auf dem Firmengelände als VIP-Fahrzeug eingesetzt.

Dieses Gefährt, das zu einem Einsatzleitwagen ausgebaut werden sollte, war anfangs nach Angaben der Feuerwehr nur ein besserer Neunsitzer mit Navigationssystem, Klimaanlage, Stand- und Sitzheizung sowie einem CD-Wechsler und schwarz getönten Scheiben. Dies bot zwar einen positiven Unterhaltungs- und Komfortfaktor, den die Brandschützer in diesem Maße gar nicht gewöhnt waren, aber in Richtung Einsatzleitwagen war allen Kameraden klar, dass noch einiges getan werden musste.

In der guten Stube des Autos liegen die Einsatzpläne für alle größeren Unternehmen der Stadt parat.

Vier Jahre später begrüßte Visselhövedes Ortsbrandmeister Kai-Olaf Häring die geladenen Gäste und Initiatoren, die in dieser Zeit den Ausbau des Fahrzeugs zum Einsatzleitwagen bisher begleitet und unterstützt hatten. So zählen zu den Unterstützern das Autohaus Wandler, die Unternehmensgruppe Hoyer, die DEA, Haustechnik Hoffmann und der Förderverein der Ortsfeuerwehr. Zu den Initiatoren, die die Umsetzung erst ermöglichten, gelten seitens der Stadt Visselhövede Mathias Haase, Klaus Twiefel und der Vorsitzende des Feuerwehrausschusses. Tam Ofori-Thomas.

Auch dank ihnen wurden Anschaffungen im Wert von rund 10 000 Euro in dem Auto verbaut. Darin sind die bis zu 300 ehrenamtlichen Arbeitsstunden der Feuerwehrleute nicht mit eingerechnet. So bekam der eigentlich schwarz lackierte Crafter zu der roten Folierung noch ein ganz besonderes Schriftzug-Design verpasst, welches das knapp sechs Meter lange Fahrzeug mit getönten schwarzen Scheiben noch unverkennbarer werden ließ.

Dazu kam ein Regal, in dem ein eingebauter Kombidrucker und die Einsatzpläne aller größeren Visselhöveder Unternehmen, zum schnellen Zugriff, Platz gefunden haben. Die Ausstattung mit einem weiteren Blaulichtbalken am Heck des Fahrzeugs, zur nötigen Absicherung, folgte. Für diese Anschaffung sorgte der ehemalige Feuerwehrmann Rudi Reichert, der berufsbedingt aus Visselhövede wegziehen musste.

Im Auto gibt es eine maßgeschneiderte Alu-Regalkonstruktion, passend für Plastikboxen nach Euro-Norm, im begehbaren Kofferraum sowie eine Markise, Umfeld-Beleuchtung und eine externe Stromeinspeisung.

Die Innenausstattung weist bisher zwei Einsatz-Laptops, einen mobilen Internet-Hotspot sowie diverses schnell einsetzbares Material in den Ablageboxen und ein komplett überarbeitetes Lichtsystem auf. Zwei Spannungswandler wurden hierfür in die Bordelektronik ebenfalls integriert.

Dass sich das Fahrzeug in der Praxis jetzt schon beweisen kann, machte Ortsbrandmeister Kai-Olaf Häring ebenfalls klar. So wurde Anfang des Jahres das Projekt ELO (Einsatzleitung Ort) von ihm mit weiteren Führungskräften nach Zustimmung des Stadtkommandos ins Leben gerufen. Diese soll bei größeren Einsatzlagen im Stadtgebiet den zuständigen Einsatzleiter entlasten. „Die Generalprobe der ELO fand auf der letzten Großübung beim Kinder- und Jugendwohnheim Pape statt“, so Häring.

So kann die ELO vom Einsatzleiter angefordert werden und nimmt diesem unter anderen die Protokollierung oder seine weiteren Anforderungswünsche wie zum Beispiel das schnelle zur Verfügung stellen von Pkw-Rettungskarten bei einem Verkehrsunfall ab. „Damit sich der Einsatzleiter komplett auf seine Einsatzlage konzentrieren kann“, so Häring.

Das nun auch als ELW im Stadtgebiet geführte Fahrzeug, wird für eine noch funktionalere Verwendung weiterhin ausgebaut. So fehlt zum Beispiel noch die Anschaffung eines Aggregates, um auch über längere Zeit unabhängig von permanenter externer Stromversorgung an Einsatzstellen zu bleiben.

sk

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