Ende Juni beginnen Arbeiten am Visselhöveder Wahrzeichen

Make-up für den Kirchturm

Der Probeanstrich des Kirchturms gefällt dem Kirchenvorstand, Handwerkern und Pastorin schon mal: Hauke Pralle (v.l.), Karin Stöckmann, Karin Klement , Andre Kregel und Manfred Seitz. 
Foto: Wieters
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Der Probeanstrich des Kirchturms gefällt dem Kirchenvorstand, Handwerkern und Pastorin schon mal: Hauke Pralle (v.l.), Karin Stöckmann, Karin Klement , Andre Kregel und Manfred Seitz. Foto: Wieters
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Visselhövede – NCS2005R80b – eine Buchstaben- und Zahlenfolge, die bald das Stadtbild Visselhövedes dominiert. Denn dabei handelt es sich um die Nummer einer Farbe, mit der der örtliche Malerbetrieb Kregel den weithin sichtbaren Kirchturm in der Innenstadt verschönern will. „Wer will, kann natürlich auch silbergrau sagen“, betont Andre Kregel schmunzelnd, nachdem er jetzt ein paar Probe-Quadratmeter des Holzturms gestrichen hatte, und das Ergebnis dem auftraggebenden Kirchenvorstand präsentierte. Nach mehr als 200 Jahren wird es nämlich Zeit, dass die verwitterte Farbe des viel fotografierten Motivs wieder aufgehübscht wird. Außerdem sind einige Zimmererarbeiten in luftiger Höhe nötig.

Die Idee ist in der Kirchengemeinde Anfang des vergangenen Jahres gereift. Denn schließlich sollte der Turm zu seinem 222. Geburtstag, der im kommenden Jahr gefeiert wird, wieder richtig schick sein. „Wir sind von der Landeskirche und der Familie Hoyer, die sich sofort für die Planung begeistert hatte, mit einem Startkapital von 20 000 Euro ausgestattet worden. Wir haben zwar damit gerechnet, dass noch ein paar Tausender zusammenkommen, aber auch kalkuliert, dass wir zum Ende des geplanten Zeitraums noch einige Bittbriefe schreiben oder viele Klinken putzen müssten“, erinnert sich Hauke Pralle. Aber dem war nicht so, nachdem der Spendenaufruf in unserer Zeitung erschienen war, trudelte das Geld nur so ein auf dem Konto der Kirchengemeinde. Ein Spende der Volksbank im vergangenen November sorgte schließlich dafür, dass die benötigten 35 000 Euro bereitstanden.

Da es sich aber um einen Kirchturm handelt, der mehr als 200 Jahre Wind und Wetter getrotzt hat, ist es natürlich klar, dass das Holz nicht mit irgendeiner Farbe gestrichen wird, sondern die Fassade wird auch nach dem Make-up wieder in grau-blau leuchtet. „Denn auch das Denkmalschutzamt hat bei der Gestaltung ein Wörtchen mitzureden“, berichtet Karin Stöckmann vom Kirchenvorstand.

Maler Kregel und seinem Team ist es nun vorbehalten, ab dem 29. Juni die rund 500 Quadratmeter Holzfläche abzuschleifen, „zu grundieren und dreimal zu streichen“, verrät der Fachmann. Das klingt erst mal einfach, aber der Turm ist 20 Meter hoch, sodass es dann doch eher eine Arbeit für schwindelfreie Handwerker sein wird. „Aber es wird natürlich ein großes Gerüst aufgebaut“, beschwichtigt Hauke Pralle vom Kirchenvorstand.

Die Kirchengemeinde ist Eigentümerin des historischen und ortsbildprägenden Kirchturms, der aus einem Steinsockel mit dem Holzaufbau besteht. Obendrauf gibt es ein Kupferdach, in dessen Haube eine Uhr eingebaut ist.

„So wie es von unten aussieht, brauchen wir am Dach nichts zu machen, aber wenn wir schon mal ein Gerüst dort stehen haben, schauen wir mal nach, ob alles in Ordnung ist“, so Pralle. Sicher ist, dass neben der Farbe auch ein paar Holzarbeiten notwendig sind. „Zumindest die Querlattung ist durch Staunässe in Mitleidenschaft gezogen worden und muss ausgetauscht werden.“

Eigentlich sollte das neue Kleid des Turms bereits in diesem Jahr mit einer Veranstaltung gefeiert werden, aber „wegen Corona werden wir das Fest wohl auf das nächste Jahr verschieben müssen“, schätzt Karin Stöckmann.

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