Märchenfest trotz Ausfall von Darstellern ein Erfolg / Rumpelstilzchen mal anders

Improvisation ist geglückt

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Bianca Schmidt ist Rumpelstilzchen.

Visselhövede - Das 17. Visselhöveder Märchenfest führte 90 Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern in Rumpelstilzchens Reich. Die Bühne der Aula der Kastanienschule war dazu um eine Vorbühne erweitert, um eine weitere Spielebene zu haben.

Wer Grimms Märchen von der seltsamen Gestalt Rumpelstilzchen kennt, fand aber eine veränderte Fassung vor. Autor Wolfram Zindler verrät warum: „Man kann das Märchen, so wie es die Grimms geschrieben haben, nicht einfach auf die Bühne übertragen – es wäre zu kurz und vieles auch nicht machbar. Außerdem hat die Gruppe Teatron nur eine begrenzte Anzahl von Mitspielern.“

Das hätte die Aufführung fast verhindert, denn drei Tage vor Spielbeginn meldete sich eine der Frauen mit einer Hauptrolle krank. Eine weitere Akteurin für eine Erzählrunde musste noch am Aufführungstag absagen. So übernahm Inga Bostelmann die Rolle der Stilia, die dem König zwar kein Stroh zu Gold spann, aber aus Steinen Schokolade und Perlen und zuletzt gar ein ganzes Schloss entstehen ließ.

Dazu verhalf ihr Rumpelstilzchen (dargestellt von Bianca Schmidt). Inga Bostelmann ist ihrer Rolle als eher schüchternes, aber doch auch durchtriebenes Mädchen voll gerecht geworden und niemand merkte, dass sie so kurzfristig eingesprungen war. Bianca Schmidt stellte das Rumpelstilzchen so dar, wie man sich die Gestalt aus dem Märchen vorstellt: mit eckigen Bewegungen und kreischender Stimme. Sie löste denn auch unter den Kindern viel Heiterkeit aus.

Zu lachen gab es auch, als die verzweifelte Stelia dem Zwerg gesammelte Namen vorlas, denn sie darf ihr Kind ja nur behalten, wenn sie seinen Namen errät. „Riesenfurz“ war darunter, und „Magermilch“, aber jedesmal winkte Rumpelstilzchen ab: „Nein, so heiße ich nicht.“

Bei Grimms endet die Geschichte damit, dass sich der Zwerg vor Wut, dass sein Name erraten wurde, selbst in Stücke reißt. Bei Zindlers Version hatte des Königs Tochter Mitleid mit dem Kobold hat und erweckte ihn mit Liebe wieder zum Leben.

Zum Ensemble gehörten weiter Eckhardt Allermann als launiger König, seine köstlich verwöhnte Tochter, Antje Kregel und Stelias Mutter Nicole Brünjes sowie ihre Botin Sandra Alm und Britta Elfers-Meyhoff als Erzählerin.

Im zweiten Teil des Festes erzählten Sabine Bente, Hanne Meier-Zindler und Britta Elfers-Meyhoff weitere Märchen. Dazu gab es einen Quiz und viele Bastelangebote.

wz

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