Auswirkungen auf die Bürger befürchtet

WUG macht mobil gegen Wittorfer Windkraftpläne

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Der mögliche Bau von Windkraftanlagen vor der Haustür beschäftigt die Wittorfer Bürger für Umwelt und Gesundheit. 

Wittorf - Von Jens Wieters. „200 Meter hohe Anlagen. Das ist doppelt so hoch wie die in der Nähe und noch gut 40 Meter höher als die in Bartelsdorf, die man selbst von Wittorf aus sehen kann.“ Gerd Richter von der Initiative Wittorfer Bürger für Umwelt und Gesundheit (WUG) und seine Mitstreiter sind nicht damit einverstanden, dass zwischen Wittorf und Lüdingen riesige Windkraftanlagen aufgestellt werden.

„In das Raumordnungsprogramm des Landkreises wurde die Potenzialfläche 43 Wittorf / Lüdingen mit einer Größe von 76 Hektar aufgenommen. Die WUG befasst sich mit gesundheitsrelevanten und umweltspezifischen Problemen in unserer Region. Dazu gehören Auswirkungen der Gasförderung und die Verpressung giftiger Substanzen ebenso wie mögliche Belastungen der Bürger durch raumbedeutende Windkraftanlagen“, erläutert Richter.

Darum plane die WUG am Dienstag, 22. August, ab 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus eine Informationsveranstaltung, bei der die Fragen „Ist die Energiewende mit der Windkraft im Einklang mit Mensch und Natur möglich?“ und „Mit welchen Auswirkungen haben Bürger in der Nähe von Windkraftanlagen zu rechnen?“ beantwortet werden sollen. „Wir haben Informationen aus Orten gesammelt, bei denen bereits Windkraftanlagen errichtet wurden. Darunter auch aus Bartelsdorf, wo 160 Meter hohe Anlagen installiert worden sind, die selbst bei uns zu sehen sind“, so Richter. Kathrin Baden aus Bartelsdorf stelle während des Abends den Windpark vor und erläuter die Einflüsse auf dortigen Dorfbewohner.

„Selbst Bürger, die wesentlich weiter als 1000 Meter von Windkraftanlagen entfernt wohnen, sind belastet und haben sich vom Windkraftbefürworter zum -gegner entwickelt“, hat Richter in Erfahrung gebracht.

Die WUG hatte im Vorfeld des Infoabends bereits den Ausschuss für Umwelt und Planung des Kreistags angeschrieben, in dem unter anderem die Frage gestellt wurde, ob die Belange der betroffenen Anlieger schon einmal angehört worden seien.

Die Wittorfer Bevölkerung sei schon heute überproportional belastet, zum Beispiel durch die Lagerstättenwasser-Verpressanlage in Grapenmühlen. „Bald sind in nur 800 Meter Tiefe eine Million Kubikmeter giftiges und radioaktives Lagerstättenwasser verpresst. Eine unvorstellbare Menge, welche eine Tankwagenschlange, Stoßstange an Stoßstange von hier bis weit hinter München bedeutet“, so Richter.

Weiterhin gibt es bereits zwei Windkraftfelder mit jeweils drei Windkraftanlagen im Umfeld von Wittorf. Nach letzter Recherche sind diese auch raumbedeutsam und würden in Verbindung mit einem weiteren Vorranggebiet eine Umzingelung Wittorfs bedeuten. „Damit wären wir endgültig überbelastet und ein überproportionaler Bevölkerungsschwund im Dorf und Umfeld programmiert.“

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