Spielplätze am Hasenwinkel und Geranienweg bleiben vorerst

Letzte Chance

Verblühte Butterblumen, leere Spielgeräte: Aber dennoch wollen Anwohner der Straße Hasenwinkel den Spielplatz behalten. Gleiches gilt für den Platz am Geranienweg. Der Sozialausschuss gab den Wünschen nach. Foto: Wieters

Visselhövede - Von Jens Wieters. Die Schaukel ist verwaist, die Sandkiste ist leer, Butterblumen haben die komplette Rasenfläche in Beschlag genommen: Der Spielplatz im Visselhöveder Baugebiet Hasenwinkel hat schon lange kein Kinderlachen mehr vernommen, und keine Oma hat ihren Enkel schmunzelnd beim Sandburgen bauen beobachtet.

Aber dennoch wird diese Fläche in den nächsten Jahren nicht mit einem Wohnhaus bebaut, sondern der Spielplatz hat vom Ausschuss für Soziales, Sport, Kultur, Senioren und Jugend eine Bestandsgarantie mindestens für die nächsten fünf Jahre bekommen. Gleiches gilt für den Spielplatz am Geranienweg. Damit sind zunächst einmal die Ideen vom Tisch, die begehrten Grundstücke als Bauplätze zu verkaufen, so wie es im Bereich Zum Limmer bereits geschehen ist. Dort werden bald schicke Häuser auf den ehemaligen Kinderspielflächen stehen – auch, weil sich die Anwohner bei Befragungen nicht für den Bestand der Spielplätze eingesetzt hatten. „Kleine Kinder gibt es hier nicht mehr, die Spielplätze können bebaut werden“, so der Tenor.

Das ist allerdings am Hasenwinkel und am Geranienweg anders, wie Mathias Haase von der Visselhöveder Stadtverwaltung dem Ausschuss erläuterte: „Der Gemeinwesenarbeiter Christian Oddoy hat direkten Kontakt mit den Anliegern der beiden Straßen gehabt, und die haben ihm signalisiert, dass die Plätze so bleiben sollen.“

Im Hasenwinkel hatte Oddoy demnach insgesamt 27 Haushalte befragt. 70 Prozent (19 Haushalte) haben sich für die Erhaltung des Spielplatzes ausgesprochen, 30 Prozent (acht Haushalt) haben kein Interesse daran.

Dieses Verhältnis war am Geranienweg noch deutlicher: Von 14 befragten Haushalten haben sich zwölf für den Spielplatz ausgesprochen, zwei könnten sich eher eine Art Grillplatz oder eine andere Begegnungsstätte vorstellen.

Der Ausschuss stimmte geschlossen dafür, dass zumindest die nächsten fünf Jahre alles so bleibt, wie es ist. Er stellt sich damit gegen das Votum des Verwaltungsausschusses aus dem Jahre 2012. Der hatte nämlich im Rahmen der sogenannten Spielleitplanung beschlossen, dass spätestens im Jahr 2015 der Platz am Hasenwinkel überprüft wird und dann mit Beteiligung der Anwohner über eine Nachnutzung entschieden werden sollte. „Das ist seinerzeit aber unterblieben“, informierte Haase.

Der Platz am Geranienweg sollte 2017 auf seine Nutzung hin ebenfalls überprüft und vielleicht mithilfe der Anwohner in eine Art Begegnungsstätte umgewandelt werden. „Aber auch das wurde nicht gemacht“, so Haase.

Darum sind die kommenden fünf Jahre wohl als letzte Chance für die Spielplätze zu werten. Denn: „Auf den Flächen müssen nun auch regelmäßig Kinder spielen, sonst können wie sie auch anderweitig nutzen“, wurde Ulf Timmann (Grüne) ein wenig deutlicher.

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