Leipziger Quintett „emBRASSment“ in der St.-Johannis-Kirche

Blecherner Hörgenuss

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Das Quintett „emBRASSment“ begeisterte die Zuhörer in der Visselhöveder Kirche.

Visselhövede - Von Erhard Grunhold. „Das sind Profis“, brachte ein Zuhörer seine Anerkennung beim Weihnachtskonzert des Visselhöveder Kultur- und Heimatvereins mit dem Leipziger Blechbläserquintett „emBRASSment“ in der St.-Johannis-Kirche auf den Punkt. „Toll, hier immer wieder eine so herausragende musikalische Qualität zu erleben, und das bei günstigem Eintritt“, so eine weitere Stimme aus dem Publikum.

„Frohlocket überall“ unter diesem verheißungsvollen Konzerttitel verstanden es die fünf Musiker der Leipziger Schule, bei den die Kirche füllenden Besuchern adventliche Stimmung und musikalische Begeisterung zu erzeugen.

Moritz Brandenburger und Christian Scholz an der Trompete, Thomas Zühlke als Hornist, Posaunist Lars Proxa als langjährigstes Ensemblemitglied und Nikolai Kähler sowohl an der Tuba als auch als charmant-unterhaltsamer Moderator sorgten vom ersten Takt an für musikalische Seligkeit. Es klang, als ob die Künstler mit ihrem Feingefühl an lautem Blech aus einem einzigen Instrument bestünden, das ein virtuoser und einfühlsamer Meister bedient.

Nikolai Kähler verriet in seiner Moderation das Geheimnis der thematischen Programmfindung, für deren Gelingen das Ensemble bekannt ist: „Jeder erzählt erst einmal, was ihm denn so zu einem musikalischen Thema einfällt. Nach Vorsondierung bemüht man sich um Spannungsverläufe und sucht stilsichere Interpretationen, charakterisierend ergänzt um eigene Arrangements. Schließlich geht es um musikalisch hohe technische Umsetzung und Vervollkommnung.“

Das gebotene abwechslungsreiche Programm mit breit gestreuter Auswahl von Stücken zumeist bekannter Komponisten machte die gegebenen Einblicke von Beginn an überzeugend einsichtig.

„Tochter Zion“ von Georg Friedrich Händel bot einen gelungenen Konzertauftakt. „Mitgebracht“ hatten die Musiker ihren Leipziger Thomaskantor Johann Sebastian Bach mit Auszügen aus dem Weihnachtsoratorium und einem von Juliane Grepling zum Choral Samba umgewandelten Satz „Ich steh an deiner Krippen hier“. Weiter gab es Stücke von Händel und Eccard sowie Auszüge aus der Oper „Hänsel und Gretel“.

Originell mit Spiellaune das Stück „Es wird scho glei dumpa“ von Stanek, stimmungsvoll „Es ist ein Ros´ entsprungen“ von Brahms, mitklatschende Begeisterung entfachend die Interpretation von Arthur Frackenpohl zu „Jingle Bells“ aus der Christmas Jazz Suite mit dem Zusatz von Jolly Old St. Nicholas und „The Saints Halleluja“ von Luther Henderson sowie der unvermeidlichen Zugabe. Die fünf Meister ihres Fachs fingen die begeisterten Besucher mit weihnachtlichem Hörgenuss förmlich ein.

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