Katja Lutz dekoriert ihren Hof zu Halloween mit selbstgebastelten Requisiten

Sie lehrt Visselhövede das Fürchten

Katja Lutz ist begeisterter Home Haunter. - Foto: Röhrs

Visselhövede - Von Angela Kirchfeld. Was für manche vielleicht der Weihnachtsschmuck ist, ist für Katja Lutz die Halloween-Dekoration. Schon seit Jahren schmückt die Visselhövederin ihr Haus und Grundstück zum 31. Oktober schön schaurig. Ihre Sammlung an Hexen, Skeletten, Grabsteinen und Co. wächst ständig. Auch für das diesjährige Fest hat sie sich wieder viel Neues einfallen lassen. Dabei ist nicht immer alles erschreckend, manches kommt auch ziemlich skurril daher.

Grabsteine, Riesenspinne, Skelette und flatternde Geister bevölkern den Vorgarten von Lutz. Sie und ihr Freund Kevin Copeland haben für den anstehenden Halloween-Abend schon Einiges an der Weberlohstraße in Visselhövede aufgebaut. Aber abgestaubt wurde die Deko nicht, denn das Urige und Schaurige macht ja gerade den Reiz aus.

Seit rund acht Jahren macht sich die Fachangestellte für Bäderbetriebe einen Spaß daraus, an Halloween große und kleine Gäste zu erschrecken – und kann jedes Jahr etwas Neues bieten. „Ich habe viel von einer Freundin aus Beverstedt bekommen, die auch Home Haunter war und umgezogen ist“, berichtet die 39-Jährige. „Home Haunter“ – so beschreiben sich Lutz und andere selbst, die ihr Haus auf gruselige Weise herrichten oder sich auf diese Weise verkleiden.

Doch nicht nur der Vorgarten ist dekoriert. Eine Garagenhälfte wurde in ein Gruselkabinett verwandelt, in dessen Labyrinth die Besucher in jeder Ecke Skelette, Totenköpfe, Spinnweben, Fratzen, ein Spiegelkabinett und vieles mehr erwartet. Durch ein Schlosstor werden die Gäste in die Gruselgruft geführt.

„Das ,Drop Panel‘ ist neu“, verrät Lutz und freut sich schon darauf, wie dieser Bilderrahmen, bei dem sich hinter einem fallenden Bild ein sogenannter „Scream Actor“ (Erschrecker) versteckt, ankommt.

Massaker im Labyrinth

Ihr Hof ist am 31. Oktober von 17 bis 22 Uhr geöffnet. „Leider ist es ein Montag“, bedauert die „Queen of Darkness“, wie sie im Internet in den Foren der Szene genannt wird. Trotzdem konnte sie einige Mitstreiter gewinnen, die ihr beim Erschrecken der Gäste helfen werden.

Für die älteren Kinder und Erwachsene mit stärkeren Nerven gibt es wieder ein spezielles Labyrinth im Garten – „mit Kettensägen-Massaker“, kündigt Lutz an. „Ohne Ketten, aber alles auf eigene Gefahr“, betont Copeland.

„Jedes Jahr kommt etwas Neues hinzu, wobei ich fast alles selbst mache“, so Lutz, die mit ihrer Gruppe zu Halloween die Kinder in schauriger Verkleidung begrüßen wird. Dabei gehe es der Clique keinesfalls darum, den heidnischen Brauch um Geister zu frönen. „Wir wollen einfach den Kindern Spaß mit Gruselfaktor bieten“, betont sie.

„Anfangs habe ich noch die Grabsteine aus Rigipsplatten hergestellt, später aus Styrofoam“, berichtet die Horrorkönigin, die mittlerweile Seminare zur Gestaltung von Gruselartefakten und im Internet Anleitungen zum Selberbauen gibt. Des Weiteren plant Lutz eine Lasershow im Garten und auch die Nebelmaschine wird angeschmissen.

In der zweiten Garage wird eine Show mit singenden Kürbissen geboten und die kleinen Besucher werden natürlich wieder mit Süßigkeiten versorgt. Klar, das alles kostet viel Zeit, Arbeit, Geld und Mühe. Daher steht eine Spendendose für die ehrenamtliche Arbeit bereit.

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