Zwischen Zöllikhoferstraße und Mühlenstraße

Neue Häuser in Stadtkernnähe können kommen

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Für die Wohnbebauung soll die alte Mühle an der Mühlenstraße abgerissen werden.

Visselhövede - Von Ulf Buschmann. Die Mitglieder des Visselhöveder Stadtrats haben den Weg für zusätzliche Wohnungen in Innenstadtnähe freigemacht. Sie sollen zwischen der Zöllikhoferstraße, der Mühlenstraße und der Bergstraße entstehen. Geplant sind nach Auskunft von Bürgermeister Ralf Goebel 20 bis 25 Einfamilien- und Doppelhaus-Grundstücke im Innenbereich sowie Miet- beziehungsweise Geschosswohnungsbau am Rand. Wenn alles glatt geht, könne die Erschließung bereits Anfang kommenden Jahres beginnen. Dies sei dringend notwendig, sagt Goebel: „Die Nachfrage nach innenstadtnahen Grundstücken ist ungebrochen.“

Um sie zu befriedigen, nehmen Politik und Verwaltung einen alten Bebauungsplan in die Hand. Er hat die Nummer 5, trägt den Namen „Zöllikhoferstraße Ost“ und wird seit seinem Inkrafttreten im Jahr 1973 das dritte Mal geändert. Goebel hofft, dass das entsprechende Verfahren bereits in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Bau und Stadtentwicklung am Donnerstag, 16. Mai, ab 17 Uhr angeschoben werden kann.

Bevor jedoch auf dem leicht l-förmigen Areal Neues entstehen kann, rücken die Bagger an. Hintergrund: Zur Entwicklung gehört der Abriss der Mühle an der Mühlenstraße. Der Betrieb dort ist schon vor langer Zeit eingestellt worden. Was laut Goebel erhalten bleibt, ist die bestehende Hofstelle. In welcher Art und Weise das Grundstück aufgeteilt wird, ergibt sich erst im Laufe der kommenden Monate.

Dies jedoch kann die Stadt nicht alleine entscheiden. Zwar habe sie eine Teilfläche inklusive der Mühle im vergangenen Jahr erworben, erläutert der Bürgermeister. Doch der zweite Teil gehört der Volksbank Lüneburger Heide. Aus diesem Grund werde sie in Sachen Erschließung mit im Boot sein. Dies geschieht über die Tochter-Gesellschaft für Entwicklung und Bauen.

Verträge gibt es nach Auskunft von Geschäftsführer Rolf Scheibel noch nicht, aber schon „sehr positive Gespräche“. Es sei alles auf einem guten Weg. Scheibel hebt hervor: „Es macht sehr viel Spaß, mit der Stadt zu sprechen.“ Er geht auch davon aus, dass die Gesellschaft für Entwicklung und Bauen die Grundstücke auch unters Volk bringen wird.

Dass so nahe der Innenstadt etwas Neues entsteht, ist für Goebel „ein riesengroßer Schritte für Visselhövede“. Denn nicht nur die großen Städte spüren den Druck auf dem Wohnungsmarkt beziehungsweise die anhaltend hohe Nachfrage nach Grundstücken. Diese Entwicklung hat längst auf die kleinen und mittleren Städte übergegriffen – auch auf Visselhövede.

Vor diesem Hintergrund versuchen die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung seit rund zwei Jahren verstärkt, etwas für die sogenannte Innenverdichtung zu tun. Statt immer neue Wohngebiete auf der sogenannten grünen Wiese auszuweisen, werden bestehende Flächen ins Visier genommen. Wo sich zum Beispiel ein Betrieb befand und wo laut Bebauungsplan nur Gewerbe möglich war, ist zum Beispiel jetzt wohnen denkbar. Fachleute sprechen von „Umwidmung“.

Damit wird die Stadt aller Voraussicht nach in den kommenden Jahren noch gut zu tun haben. Denn angesichts der explodierenden Immobilienpreise in den Metropolen zieht es die Menschen wieder vermehrt aufs Land. „Klein- und Mittelstädte sind der Lebensort für die große Mehrheit der bundesdeutschen Bevölkerung, nämlich für 47,9 Millionen Einwohner bzw. 58 Prozent“, heißt es dazu in einer Publikation des Deutschen Städtetags. Sie trägt den Titel „Planungspraxis kleiner und mittlerer Städte in Deutschland“.

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