Landwirtschaftsminister Meyer zu Gast auf gut besuchter Bioland-Wintertagung

Rückenwind für Ökolandbau

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Der Visselhöveder Bioland-Chef Harald Gabriel (l.) hatte Minister Christian Meyer sowie Inga Günther (Geschäftsführerin der ökologischen Tierzucht) zu Gast.

Visselhövede - Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer stimmte während der Bioland-Wintertagung mit seinem positiven Bericht über neue Weichenstellungen in der Regierungsarbeit viele Biolandwirte optimistisch. Denn der Ökolandbau soll verstärkt gefördert und die Bio-Prämie nochmals angehoben werden.

Mehr als 100 Unternehmen sind in der Bio-Verarbeitung in Niedersachsen tätig und fast jedes zweite Bio-Ei stammt daher. „Dennoch hat das Land im Bereich Öko-Flächenwachstum noch Nachholbedarf“, wird Meyer in einer Mitteilung des Visselhöveder Bioland-Landesverbands Niedersachsen-Bremen zitiert. Der verzeichnete eine gute Besucherresonanz auf die dreitägige Tagung in Hermannsburg.

Minister Meyer habe auch betont, dass die Preisentwicklung am konventionellen Milchmarkt mehr Betriebe zur Umstellung auf Bio-Landwirtschaft ermutigen könne. Zusätzlich wolle Niedersachsen den Ökolandbau verstärkt fördern und plane, die Bio-Prämien möglichst schon zur Antragsstellung 2016 nochmals anzuheben. Außerdem stünden weitere Gelder für Forschung und Projekte bereit. An einem Aktionsprogramm Ökolandbau würde gearbeitet. Der Bio-Erfolg beim Schulobstprogramm sei ebenfalls erwähnenswert.

An einer grundlegenden Umwandlung der Agrarpolitik komme Niedersachsen nach Einschätzung von Christian Meyer nicht vorbei. Er mache sich stark dafür, den Spielraum der EU zu nutzen und mehr Mittel in die zweite Säule zu verlagern, um so zum Beispiel für mehr Tierschutz und Ökolandbau fördern zu können. Zusätzlich seien andere Weichenstellungen bei der Zulassung von Pestiziden erforderlich. „Die Verbraucher machen mir Mut, mich für qualitatives Wachstum sowie mehr Tier- und Umweltschutz einzusetzen“, so Meyer, dessen Vortrag den Abschluss einer thematisch randvollen Wintertagung bildete.

Unter dem Tagungsmotto und Urgedanken Biolands „Landwirtschaft für Mensch und Natur“ summierten die Ausrichter gesellschaftliche, persönliche und fachlich spezifische Themen rund um Acker- und Gemüsebau, Tierhaltung, Vermarktung und Finanzierung. So beleuchtete Bioland-Präsident Jan Plagge den Mehrwert des Ökolandbaus, hinterfragte Marit Bartels die Arbeitsbelastung und -qualität und stellte die Geschäftsführerin der Gesellschaft ökologischer Tierzucht, Inga Günther, den Aufbau einer Geflügelzucht vor.

jw

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