Die guten Zahlen aus 2019 wird das Vissel-Bad wohl nicht halten können

Kurse sorgen für mehr Besucher

Die Schwimmer müssen zuhause bleiben. Die guten Besucherzahlen aus den vergangenen Jahren werden sich wohl nicht wiederholen, glaubt Badleiterin Gitta Brunkhorst.

Visselhövede – Niemand zieht seine Bahnen im Vissel-Bad. Corona hat auch hier „zugeschlagen“, wie alle öffentlichen Gebäude ist auch die Visselhöveder Badeanstalt aktuell geschlossen. Gitta Brunkhorst, die Leiterin, blickt auf das leere Hauptschwimmbecken. Schon jetzt ist klar: „Dieses Jahr wird nicht so gut sein wie das vergangene.“ Wenn jetzt fünf Wochen Betriebszeit fehlen, dann merke man das.

Das liegt aber auch daran, dass 2019 wohl ein ausnehmend gutes Jahr für die Einrichtung war. Die Messlatte liege immer bei etwa 26 000 Besuchern pro Saison, klärt Brunkhorst auf. Diese Zahl wurde 2016 zum Beispiel erreicht. Vergangenes Jahr konnte man da noch einen draufsetzen. Da waren es 28 700. Immerhin 4 000 mehr als 2018. Die Badleiterin ist sehr zufrieden damit. Es sei ja nur ein kleines Bad, kein großes Erlebnisbad wie etwa das Ronolulu in Rotenburg.

In Visselhövede hat man sich einen anderen Schwerpunkt gesetzt. Bis auf die Sprungtürme am Ende des Schwimmerbeckens gibt es keine besonderen Attraktionen. Sozusagen seine Nische hat man hier in Kursen gefunden. Im normalen Betrieb ist der Wochenplan voll davon, und die Kurse sind ein wesentlicher Grund für die überdurchschnittlichen Zahlen der jüngsten Zeit. Sie würden auch die Besucher anlocken, die sich sonst nicht ins Vissel-Bad verirren würden.

„Wir haben das Kursangebot nochmals erweitert“, berichtet Brunkhorst. 25 Einheiten gibt es jetzt pro Woche – Aquajogging, Aquafitness oder auch eine, um das Seepferdchen-Abzeichen zu bekommen. Und trotz dieser Erhöhung ist man fast überall ausgebucht. Und wenn die erwachsenen Teilnehmer ihre Kinder mitbringen, wirke sich das ebenfalls auf die Besucherzahlen aus. Geleitet werden die Kurse übrigens von allen vier Mitarbeitern des Bades.

Man könne allerdings nur schwer sagen, ob wirklich nur die Kurse ausschlaggebend sind, so Brunkhorst weiter. Ein weiterer Grund sei auch der heiße Sommer gewesen. Dass in Visselhövede das Wasser stetig 29 Grad warm ist, habe dem keinen Abbruch getan. Im Gegenteil, das würde alle freuen, wenn man an Hitzetagen die Fenster weit aufreiße und so die Sommerluft hineinlasse. Zwar seien die Besucherzahlen im Sommer wie immer ein wenig zurückgegangen, sie seien aber dennoch ordentlich gewesen. Bezüglich des warmen Wassers gebe es lediglich ein wenig Kritik aus den Reihen der Sportschwimmer. Verständlich, meint Brunkhorst.

Auch in diesem Jahr sei man soweit voll im Soll gewesen. Wie jedes Mal in den ersten Monaten des Jahres waren diejenigen mit Neujahrsvorsätzen wieder im Bad erschienen. Die Zahlen stimmten. Bis eben der 16. März einen Strich durch die Rechnung machte. Jener Tag, an dem die Stadt das Vissel-Bad aufgrund der aktuellen Lage schließen musste. Bis zum 18. April ist vorerst Pause für die Schwimmer und Kursteilnehmer. Ob und wie es dann weitergeht, bleibt momentan abzuwarten.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Der Blauregen hat viel Kraft

Der Blauregen hat viel Kraft

Wandern, Waldbaden und Wellness in Bad Steben

Wandern, Waldbaden und Wellness in Bad Steben

Barock und Bio im Bliesgau

Barock und Bio im Bliesgau

Kampf gegen Corona: Italien verlängert Ausgangsverbote

Kampf gegen Corona: Italien verlängert Ausgangsverbote

Meistgelesene Artikel

Hohe Sicherheitsvorkehrungen

Hohe Sicherheitsvorkehrungen

Immer wieder freitags

Immer wieder freitags

Hellwege äußert sich

Hellwege äußert sich

Zentrale Frage: Wie lange?

Zentrale Frage: Wie lange?

Kommentare