Kunst im Sonnentau / Goebel: „Sind in Verhandlungen“ / Keine Chance für Fremde

Hohe-Heide-Galerie vor einer ungewissen Zukunft

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Eine Seite des ehemaligen Sonnentau-Bürogebäudes ist bereits stark zugewachsen, aber die Stadt will sich beeilen, einen Nachmieter zu finden.

Visselhövede - Früher wurden dort die Auslieferungstouren für den berühmten Visselhöveder Honig disponiert, dann stand das Bürogebäude auf dem Sonnentaugelände eine Zeit lang leer, bis Künstler Willi Reichert einzog, in einem Teil des Hauses wohnte und in dem anderen Bilder von Kollegen ausstellte. Jetzt ist die Zukunft der Hohe-Heide-Galerie ungewiss.

„Wir stehen in Verhandlungen, die eine mögliche Nachnutzung regeln sollen“, so Visselhövedes Bürgermeister Ralf Goebel.

Zurzeit wird in dem ehemaligen Kontor des Norddeutschen Honig- und Wachswerks „Sonnentau“, das sei 1889 in Betrieb ist, die Ausstellung des Künstlers Erich Paulicke aufgebaut, die am Samstag um 15 Uhr eröffnet wird. Die läuft bis zum 4. Oktober, in jedem Jahr das Saisonende des Projekts „Kunst im Sonnentau“.

„Für uns ist dann Schluss“, so Rüdiger Wollschläger von den Rotenburger Werken, die dort seit Mai Arbeiten aus den Archiven der Bildnerischen Werkstatt und eben auch Paulicke-Bilder einer breiten Öffentlichkeit präsentieren.

Die Kooperation mit den Werken hatte Willi Reichert auf den Weg gebracht, der im Frühjahr seinen Wohnung neben der Galerie aufgegeben hatte und nach Schwitschen gezogen war. Damit ist auch ein Stück weit die Seele des Ganzen verloren gegangen. „Aber dennoch legen wir großen Wert darauf, dass das Kunstprojekt auf dem Gelände nicht stirbt“, stellt Goebel jedoch unmissverständlich klar. Nur in welcher Form sei noch nicht entscheiden. „Wir stehen in Gesprächen mit dem benachbarten Kompetenzzentrum Ökolandbau, mit dem Hotelier Hjalmar Peschek, der ein Biohotel dort betreibt, aber auch mit dem Künstler Ulrich Kipp, der neben dem Wasserturm ein Atelier eingerichtet hat“, sagt Goebel, der das vor gut zehn Jahren mit Fördergeldern aus der Hohen Heide modernisierte Bürogebäude an keinen Fremden vermieten will. „Nach dem Sommer werden wir eine Einigung erzielen“, vermutet Goebel, der zumindest im Wasserturm weiter Kunst zeigen will. „Das ist ein echter Mehrwert für die Stadt.“

jw

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