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Visselhöveder Kulturszene wächst zusammen

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Von: Jens Wieters

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Andreas Netter (l.) und Willi Reichert besprechen die gemeinsame Zukunft.
Andreas Netter (l.) und Willi Reichert besprechen die gemeinsame Zukunft. © Wieters

Viele Städte beneiden Visselhövede um die umtriebige Kulturszene. Die Protagonisten wollen jetzt noch enger kooperieren. Im Gespräch ist auch ein Förderverein.

Visselhövede – Die Kulturszene in und um Visselhövede herum sucht ihresgleichen in der Region. „Viele erheblich größere Städte können sich mal eine Scheibe davon abschneiden, was im relativ kleinen Ort am Rande der Heide so geboten wird“, ist immer wieder zu hören, wenn Zuschauer die zahlreichen kulturellen Veranstaltungen besuchen. Jetzt wollen sich die Protagonisten der Szene weiter vernetzen und vor allem enger zusammenarbeiten.

Den Anfang macht die jetzt verabredete Kooperation des Kulturvereins „EigenArt“ mit „ArtOutlet“ auf dem Campus Lehnsheide.

„Wir sind da in sehr guten Gesprächen und können uns eine langfristige Zusammenarbeit gut vorstellen“, sagt „EigenArt“-Vorsitzender Andreas Netter. Der Probelauf wurde bereits erfolgreich absolviert, als der Verein Ende März während des Ausstellungs- und Präsentationswochenende im „ArtOutlet“ den größten Raum im Haus vier des ehemaligen Kasernengeländes für ein Konzert des Liedermachers Tom Kirk genutzt hatte.

„Und es werden sicherlich weitere folgen“, so Netter, der mit seinen Kulturfreunden den Verein bekanntlich ein wenig öffnet und auch andere Standorte bespielt als das seit Jahren angestammte Heimathaus. Das nächste Beispiel ist der Auftritt von Máire Breatnach und Thomas Loefke mit ihrer keltischer und irischer Musik am Samstag, 16. April, ab 20 Uhr im Haus der Bildung. „Das ist der Auftakt der Kooperation mit den Rotenburger Werken, die ja der Hauptmieter des Hauses sind“, informiert Netter. Und auch politisches Kabarett im Programm des Vereins soll dann dort stattfinden, wo es auch im realen Leben manchmal zu sehen und zu hören ist: im Visselhöveder Ratssaal. „Das verleiht den Auftritten der Künstler dann eine ganz besondere Note.“

Máire Breatnach und Thomas Loefke gastieren am 16. April im Haus der Bildung, eine Kooperation von „EigenArt“ und den Rotenburger Werken.
Máire Breatnach und Thomas Loefke gastieren am 16. April im Haus der Bildung, eine Kooperation von „EigenArt“ und den Rotenburger Werken. © -

Willi Reichert, selber Künstler und Zimmervermittler im „ArtOutlet“, freut sich nicht nur, dass „noch mehr und anderes Leben“ in das Haus mit seinen bisher fest vermieteten 1 800 Quadratmetern Kulturfläche kommt, sondern er geht gedanklich auch noch einen Schritt weiter: „Mit schwebt vor, eine Art Kulturförderverein in der Stadt zu etablieren, um noch mehr Möglichkeiten zu haben, vielleicht Zuschüsse für Veranstaltungen vor allem außerhalb unseres Hauses zu sammeln.“

Reichert erinnert an die „äußerst erfolgreichen Visselhöveder Kultursommer“, die von 2003 bis zuletzt vor sechs Jahren unter dem Titel „Leuchtfeuer“ stattfanden und damals in enger Zusammenarbeit des Theaters Metronom, des „EigenArt“ und des örtlichen Kultur- und Heimatvereins organisiert worden waren..

„So etwas wieder auf die Beine zu stellen, wäre schon eine tolle Sache“, glaubt Reichert, dass ein Gelingen aber auch davon abhängig sein könnte, dass ein Förderverein ins Leben gerufen werde, „mit Leuten, die auch mit anpacken und Ideen haben“. Erste lose Gespräche in diese Richtung seien bereits terminiert.

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