Markus Giltjes möchte dem Wasserturm wieder mehr Leben einhauchen

Künstlerideen

Es ist zuletzt ein bisschen ruhig geworden um den Wasserturm auf dem Sonnentaugelände. Das soll sich nach dem Willen des Künstlers Markus Giltjes ändern. Fotos: JW

Visselhövede - VON JENS WIETERS. Es wurde dort gefeiert, gesungen, gemalt, ausgestellt und sogar geheiratet - aber seit dem vergangenen Jahr mit nur einer begrenzten Zahl von Kunstausstellungen ist es Stück für Stück ruhiger geworden im und am Visselhöveder Wasserturm auf dem ehemaligen Sonnentaugelände, der sich im Besitz der Stadt befindet.

Wurden zu Zeiten des „Turmwächters“ Willi Reichert bereits im Herbst des vergangenen die Ausstellungen des folgenden Jahres präsentiert, ist es zurzeit nichts aus dem Rathaus zu hören. Dort wurde die AusstellungsOrganisation zuletzt übernommen.

„Aber so kann es nicht weitergehen“, sagt der Visselhöveder Künstler Markus Giltjes, dem das runde Gebäude während einer vergangenen Ausstellung „so richtig ans Herz gewachsen ist“, und der mit vielen Ideen ausgestattet ist, um dem 25 Meter hohen Turm, der in den Jahren 1886 bis 1889 gebaut wurde, wieder Leben einzuhauchen. Der 52-Jährige hat bereits eine „Initiativbewerbung an die Verwaltung“ geschickt, und er hofft, dass sich „Politik und die Verwaltung möglichst schnell entscheiden“.

Giltjes, der sich unter dem Künstlernamen Bobok national und international einen guten Namen gemacht hat, lobt zwar die „gute Ausstellungsvorbereitung durch die Verwaltung in Person von Ute Grigo im vergangen Jahr“, aber um den wieder zu einem echten Anziehungspunkt für Kunstliebhaber der Region zu machen, müsse sich jemand intensiv „drum kümmern“.

Und das würde der gebürtige Emmericher, der seit 2009 in Visselhövede lebt, gerne tun. „Zwar wird es in diesem Jahr nichts mehr mit einem ausgetüftelten Programm, aber Spontanaktionen sind bestimmt noch möglich“, sagt Giltjes. Ihm schweben „Ausstellungen von Malern und Bildhauern natürlich, aber auch Musikveranstaltungen, Workshops und viele andere Dinge“ vor.

Dass der Turm nun einfach so seinem Schicksal überlassen wird, möchte Giltjes unbedingt verhindern: „Sonst vergammelt er mehr und mehr und ist sicher irgendwann nicht mehr zu retten, es wäre schade drum.“

Zwar gebe es in der unteren der fünf Etagen, die über gut 60 Stufen zu erklimmen sind, eine Heizung, aber grundsätzlich ist der Turm von innen feucht“, hat Giltjes während seiner eigenen Ausstellung erfahren müssen. „Da waren die Bilder an der Wand von hinten angeschimmelt.“ Dem Visselhöveder ist dennoch klar, dass sein Engagement saisonabhängig sei: „So etwas geht nur im Sommer, nur dann kommt auch entsprechend Publikum.“

Ganz kostenlos will er sich aber nicht für den Turm einbringen: „Ich denke da an eine Art Werksauftrag mit einer Projektpauschale. Aber egal wie: Es muss sich etwas tun.“

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