Künstler der Rotenburger Werke stellen im Wasserturm aus

Mit Werkstatt-Gefühl

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Alexander Kirchhübel mit seinem Wachstechnik-Werk.

Visselhövede - Von Angela Kirchfeld. „Der Künstler kehrt in seinen Werken seine Seele nach außen. Lassen Sie sich überraschen!“ Mit diesen Worten eröffnete am Sonnabend Ratsfrau Astrid Kirmeß die Ausstellung auf dem Sonnentaugelände in Visselhövede. „Es ist ein einmaliges Experiment, dass die Bildnerische Werkstatt der Rotenburger Werke ausstellt und gleichzeitig für drei Monate eine Malwerkstatt in der Galerie eröffnet“, freute sie sich.

Werke-Vorstandsvorsitzende Jutta Wendland-Park hofft, dass die Werkstatt somit eine Begegnungsstätte für Menschen mit und ohne Behinderung wird: „In der Bildnerischen Werkstatt der Rotenburger Werke sind seit mehr als 25 Jahren Menschen mit Behinderung künstlerisch tätig. Wir freuen uns sehr, diese schöne Ausstellung an diesem besonderen Ort zeigen zu dürfen und bedanken uns bei Bürgermeister Ralf Goebel und beim Turmwächter Willi Reichert für die Bereitschaft und die Unterstützung.“ Etwa 80 Bilder und plastische Objekte können in der Hohen-Heide-Galerie und im Wasserturm besichtigt werden, das ist ein kleiner Ausschnitt aus der Sammlung der Bildnerischen Werkstatt, die mehr als 6000 Werke umfasst.

„Und weil wir ein bisschen von dem besonderen Werkstatt-Gefühl nach Visselhövede transportieren wollen, wird unsere Mitarbeiterin Petra Haferkamp bis Ende August jeweils sonntags am Nachmittag mit einer kleinen Gruppe von Künstlern hier in der Hohen-Heide-Galerie anwesend sein und zum Mitmachen einladen. Papier und Leinwand, Staffeleien und Farben stehen bereit. Scheuen Sie sich nicht, sich einfach mal dazu zu setzen und sich selbst als Künstler zu versuchen“, forderte Wendland-Park auf.

Mit der Ausstellung und der offenen Malwerkstatt möchten die Rotenburger Werke ihre „andere“ Seite in Visselhövede zeigen. „Wie Sie sicher wissen, bauen wir an der Worthstraße eine Wohneinheit für 24 Menschen mit Behinderung mit einer angeschlossenen Tagesförderstätte. Und das bedeutet – erst mal – Baustelle mit Zulieferern und Lärm. Ab dem Frühjahr hoffen wir, diesen Ort mit Leben füllen zu können. Wir freuen uns sehr, dass wir in dieser angenehmen Stadt an einem so attraktiven, innenstadtnahen Ort Menschen mit Behinderung ein Zuhause geben können.“

Musikalisch begleitet wurde die Ausstellung vom Gitarristen Alasdair MacMillan. Die Ausstellung ist wie gewohnt sonnabends, sonn- und feiertags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Gruppen können sich unter der Telefonnummer 04262/919646 anmelden.

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