Bäcker Tamke schnappt sich Filetstück an Rotenburger Straße

Kuchen statt Autos an Visselhöveder Ortseinfahrt

Heiner Tamke plant ein großes Café mit Innen- und Außengastronomie im ehemaligen Autohaus Höhns.
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Heiner Tamke plant ein großes Café mit Innen- und Außengastronomie im ehemaligen Autohaus Höhns.

Visselhövede – Wo einst um den Preis eines Ford-Neuwagens gefeilscht wurde, gibt es bald Brötchen, Kuchen, Snacks und Co. Über den Preis für diese Leckereien wird wohl weniger verhandelt werden, aber die Auswahl dürfte die des früheren Autohauses wohl weit übersteigen. Die Stadtbäckerei Tamke aus Wittorf wird den größten Teil des ehemaligen Autohauses Höhns an der Rotenburger Straße in Visselhövede langfristig mieten und zu einem Café mit Innen- und Außengastronomie umbauen.Der 13. Standort mittlerweile.

„Die Bauanträge sind eingereicht und wir wollen so schnell wie möglich anfangen“, sagt Bäckermeister Heiner Tamke, der schon nach dem Auszug des Autohauses ein Auge auf das üppig dimensionierte Gebäude mit den großflächigen Außenanlagen geworden hatte. Doch der Eigentümer Gerd Hoyer habe zunächst noch auf die Ansiedlung eines Supermarktes auf dem Gelände spekuliert, doch da habe der Landkreis nicht mitgespielt, weil das Areal nicht mehr zur direkten Innenstadt Visselhövedes gehöre. „Darum ist es jetzt toll, dass es geklappt hat“, freut sich Tamke.

Wenn die entsprechenden Behörden ihre Stempel unter die Anträge gesetzt haben, dann werden – „hoffentlich noch in diesem Monat“, so Tamke – die Bauarbeiter anrücken und die Fassade, das Dach und den Fußboden abreißen und wieder neu aufbauen. „Dann natürlich nach den neuesten energetischen Gesichtspunkten“, verspricht Tamke, der sich nur um die etwa 300 000 Euro teure Inneneinrichtung kümmern muss, die Gebäudehülle sei Sache des Eigentümers. Darum sei auch ein langfristiger Mietvertrag geschlossen worden.

Im Innenbereich finden 40 Gäste einen Sitzplatz, die gleiche Anzahl kann auch draußen auf der Terrasse „bäckertypische Snacks, Kuchen und belegte Brötchen“ genießen. „Klassische Imbissangebote wie Currywurst und Co. bleiben bei uns allerdings außen vor.

Auf dem Außengelände in Richtung Nindorfer Straße wird die Familie Tamke einen großen Kinderspielplatz bauen, der umzäunt wird, „damit die Kleinen nicht ausbüxen“. Innen gibt es einen langen Tresen für das schnelle Brötchen und einen Kaffee auf dem Weg zur Arbeit sowie Sozialräume für die Angestellten. „Wir werden wohl mit einer Mannschaft von sechs oder sieben neuen Mitarbeitern an den Start gehen“, verrät der Firmenchef, der mit einem Gerücht aufräumt, das bereits an der Vissel die Runde macht: „Unser Standort am Combi-Markt bleibt erhalten.“

Die Lage des neuen Cafés sei ideal. „Direkt an der Bundesstraße 440. So können wir nicht nur die Berufspendler versorgen, sondern auch die Durchreisenden und sicher auch ein paar Lkw-Fahrer, denn alle finden ausreichende Parkmöglichkeiten direkt vor der Ladentür.“

Das Gebäude wurde 1974 von Wilhelm Hoyer senior als Autohaus errichtet.

Und während die Erwachsenen es sich auf der Terrasse gemütlich machen und die Kinder auf dem Spielplatz toben, kann das Familienauto mit Elektroantrieb wieder neue Energie tanken. „Im Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Wilhelm Hoyer, das gleich nebenan eine konventionelle Tankstelle betreibt, werden drei große Ladestationen aufgebaut, an denen sechs Elektroautos gleichzeitig aufgeladen werden können“, verrät Tamke.

Er hat sich mit Gerd Hoyer auch geeinigt, dass der ehemalige Werkstattbereich nur in Absprache vermietet wird. „Das muss schon passen und vielleicht entwickelt sich dort ja noch was ganz Spannendes“, so Tamke, der sich auch des Lobes von Bürgermeister Ralf Goebel sicher sein kann. „Das verändert den ersten Eindruck der Stadt in dem Bereich doch sehr positiv.

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