Elektrisch im Dienst

Kreiszeitungsreporter Henning Leeske testet das E-Carsharing in Visselhövede

Henning Leeske vor der Redaktion mit dem Carsharing-Auto
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Unser Reporter Henning Leeske testet das E-Auto für den Berufsalltag aus.

Wie bewährt sich das E-Carsharing-Modell der Rotenburger Stadtwerke in Visselhövder im Reporter-Alltag? Henning Leeske probiert es aus.

Visselhövede – Seit einigen Monaten gibt es in Visselhövede das Angebot des Carsharings mit einem Elektroauto von den Rotenburger Stadtwerken. Das war Anlass genug für unseren Reporter Henning Leeske, den Renault Zoe einen Tag im Redaktionsalltag zu testen und damit etliche Termine zu absolvieren. Wird die angegebene Reichweite von knapp 400 Kilometern für die diversen Fahrstrecken ausreichen?

Das war eine der Fragen vor dem Abholen vom zentralen Parkplatz an der Goethestraße unweit des Visselbades.

Reservieren und öffnen per App

Vorher muss der Elektroflitzer auf Zeit mit der Moqo-App der Stadtwerke reserviert und der Führerschein nachgewiesen werden. Vor Ort erfolgt dann das Einloggen per App, damit das Ladekabel freigegeben ist und im Kofferraum verstaut werden kann. Dann ist das Auto auch schon startklar. Schon auf den ersten Metern ist es ein ganz anderes Fahrgefühl, als bei herkömmlichen Diesel: Beim ersten Antippen des Gaspedals geht der kleine Franzose ab wie eine Rakete und lässt den Abstand zu den folgenden Fahrzeugen größer werden, wenn die Ampel auf Grün schaltet.

So ist der erste Termin an der Bundesstraße 440 mit Revierförster Ulf Wahlers schnell erreicht. Nach dem Fachsimpeln über Sägelängen und Blauschimmel in der Kiefer geht es weiter nach Bretel zur Holzernte durch den Forstunternehmer Malte Twiefel, der dort gerade gezielt Kiefern mit seinem Harvester aus dem Wald holt. Im Vergleich sehen die beiden Fahrzeuge fast aus wie ein Krake gegenüber einer Maus. Klar, dass der kleine Flitzer viel wendiger ist und wieder schnell Asphalt unter den Reifen spüren will, um zum nächsten Termin zu rollen.

Auflademodus beim Ausrollen

Zurück in Visselhövede sind die ersten Balken an der Batterieanzeige bereits weg, was ob des neuen Fahrgefühls mit der eher sportlichen Fahrweise im Zusammenhang stehen kann. Auf den folgenden Überlandfahrten wird daher der Auflademodus aktiviert, wodurch beispielsweise beim Ausrollen in den Ortseinfahrten der Akku immer etwas durch das automatische Abbremsen aufgeladen wird. So kommen doch immer einige wenige Kilometern bei der Reichweitenanzeige hinzu. Nach einem Kurzinterview ist dann Mittagspause, und mit dem Stromfahrer könnte man sich an der Visseler Tankstelle fast fehl am Platz fühlen, wenn nicht der Fahrer quasi mit dem Mittagstisch „aufgetankt“ werden müsste.

Danach geht es auf große Fahrt über Kirchlinteln nach Bremen, die Akkureichweite austesten. Auf der Autobahn zieht der Zoe natürlich auch ordentlich vom Beschleunigungsstreifen in den fließenden Verkehr, aber bei 140 Stundenkilometern ist Schluss. Rechtzeitig zurück im Landkreis Rotenburg naht ein Bereisungstermin. Am DGH in Hastedt/Worth geht es los und über Worth sowie Hemsbünde zurück zur eigentlichen Sitzung. Der Auftritt des Carsharingautos der Stadtwerke sorgt schon für etwas Aufsehen.

Geduldige Lektüre ist gefragt

Zurück auf dem Carsharingparkplatz an der Vissel zeigt die restliche Reichweite noch 90 Kilometer an. Somit ist man mit dem Elektroauto ganz gut über den Tag gekommen, ohne Angst zu haben, dass die Energie bis zum Ziel nicht mehr ausreicht. Für viele kurze Strecken oder Mittelstrecken in nächste Oberzentrum reicht dieser stündliche Mietwagen also aus und das Beste daran ist: Man muss sich um nichts kümmern, außer zu buchen und wieder aufzuladen. Den Ladevorgang wieder zu starten bedarf es aber für den Carsharinganfänger geduldige Lektüre der Gebrauchsanweisung, bevor mit der App das Auto verschlossen wird und das Aufladen startet.

Alle Teile, Schlüssel, Ladekarte und so weiter müssen im Handschuhfach genau an ihrem Platz sein, damit der Strom fließen kann. Ist der Mieter überfordert, hilft nur die Notschließung, wodurch aber nicht aufgeladen wird. An der Stelle könnte der Betreiber noch vereinfachend nachbessern.

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