Hoyer-Gruppe macht nicht mehr mit

Visselhöveder Kreisel ist ein echter Hingucker

+
Jürgen Karußeit (l.) und Hinnerk Witte haben für die farbenfrohe Gestaltung des Verkehrskreisels gesorgt.

Visselhövede - Von Jens Wieters. „Toll!“ „Echt schön.“ „Wirklich gelungen.“ Wenn aktuell vom innern des Verkehrskreisels an der Goethestraße die Rede ist, überschlagen sich die Visselhöveder förmlich mit Superlativen. Denn auf der kreisrunden Fläche blühen zurzeit Sommerblumen in allen erdenklichen Farben. Sie bieten Nahrung für Insekten und optischen Genuss für die Einwohner.

Jürgen Karußeit und Hinnerk Witte, die Gärtner des örtlichen Bauhofs, kamen vor einigen Wochen auf die Idee, eine bunte Blumenwiese dort anzusäen, wo vorher eine eher halbherzig angelegte Heidelandschaft stand. „Wir haben uns gedacht, dass das doch mal ein wenig Farbe ins Stadtbild bringen würde“, so Karußeit zu den Beweggründen, einjährige Blumen auf dem Kreisel wachsen zu lassen.

„Unser toller bunter Garten“

Zunächst waren auch die direkten Anwohner ein bisschen skeptisch, aber „jetzt ist es unser toller bunter Garten“, freut sich zum Beispiel Gritt Nareike, wenn sie aus dem Fenster schaut. Ab und an kommen Passanten vorbei und schneiden sich einen kleinen Strauß für die heimische Vase. „Es wurden sogar schon Fotos mit liegenden Menschen inmitten der bunten Blumen gemacht“, hat Mathias Haase vom Hauptamt beobachtet.

Aber da auch Sommerblumen die Eigenschaft haben, irgendwann zu verblühen, stellt sich die Frage, was dann mit der Kreiselfläche geschehen soll. Und dann ist nämlich Schluss mit lustig.

Im September vergangenen Jahres hatte sich der Ausschuss für Stadtentwicklung mit dem Thema beschäftigt. Die Visselhöveder Unternehmensgruppe Hoyer hatte nämlich signalisiert, für die Gestaltung finanziell in die Tasche zu greifen. Die Marketingabteilung hatte sogar schon Ideen gezeichnet und ein Modell gebaut. Der Entwurf war ein bis zu drei Meter hoher stilisierter Quader, auf dem der Visselhöveder Kirchturm und auch der Wasserturm zu sehen waren. Unten sollten beleuchtete LED-Embleme für das moderne Visselhövede stehen.

Hoyer will nicht für Selbstverwirklichung von Künstlern zahlen

Aber einige damalige Ausschussmitglieder wie Hedi Schmidt (Grüne) fanden die Idee „abschreckend“ und wollten eher ein Bürgervotum. Heiner Kemna, Bildhauer aus Hiddingen und beratendes Mitglied des Ausschusses, wollte lieber eine Art Künstlerwettbewerb ins Leben rufen.

Diese Aussagen haben Firmenchef Heinz-Wilhelm Hoyer veranlasst, seine Aktivitäten hinsichtlich der Gestaltung der Kreiselinnenfläche einzustellen. „Wir hätten gerne die Patenschaft übernommen, haben das Projekt nach der damaligen Ausschusssitzung aber zu den Akten gelegt. Zwar hat Bürgermeister Ralf Goebel mehrfach nachgefragt, aber wir sind da raus und wollen nicht dafür zahlen, dass sich einige Lebenskünstler selbst verwirklichen können. Jetzt sollen die die Sache mal selber in die Hand nehmen“, fordert Hoyer auf Nachfrage unserer Zeitung.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Islamistischer Terroranschlag in Barcelona mit vielen Toten

Islamistischer Terroranschlag in Barcelona mit vielen Toten

IGS Rotenburg ist Partnerschule des DFB

IGS Rotenburg ist Partnerschule des DFB

Bilder: Tote und viele Verletzte nach Terrorattacke in Barcelona

Bilder: Tote und viele Verletzte nach Terrorattacke in Barcelona

Übung des Ortsvereins Bassum und des Technischen Hilfswerks

Übung des Ortsvereins Bassum und des Technischen Hilfswerks

Meistgelesene Artikel

1500 Schützen feiern in Westervesede

1500 Schützen feiern in Westervesede

Rotenburger Werke feiern das Sommerfest an der Lindenstraße

Rotenburger Werke feiern das Sommerfest an der Lindenstraße

Kommersabend des Kreisschützenfestes: „Heute wollen wir nur feiern“

Kommersabend des Kreisschützenfestes: „Heute wollen wir nur feiern“

„La Strada – Straßenzirkus“ startet Freitagabend

„La Strada – Straßenzirkus“ startet Freitagabend

Kommentare