Auch für Grundschüler geeignet

Von der Kreidezeit in die digitale Welt: Schulen bekommen Multitouchdisplays

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Die Whiteboards waren lange Zeit der letzte Schrei, jetzt werden sie durch Multitouchdisplays ersetzt.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Glasklare Bilder, detailscharfe Ansichten und eine schnellere Schreibweise: Die Visselhöveder Lehrer sind hin und weg, was die interaktiven Multitouchdisplays angeht. Und davon werden jetzt zwei für die Oberschule und eins für die Kastaniengrundschule angeschafft.

Dafür werden gut 20.000 Euro ausgegeben. Der Schulausschuss gab dafür einstimmig grünes Licht. Die modernen Displays sollen in den kommenden Jahren Stück für Stück die sogenannten Whiteboards ersetzen, die vor Jahren noch als das Nonplusultra im modernen Unterricht galten. Es hat sich im Laufe der Zeit allerdings herausgestellt, dass die Technik der Beamer für die Whiteboards anfällig ist. 

Also haben sich Lehrervertreter auf den Weg nach Verden gemacht, um eine Vorführung der Multitouchdisplays zu erleben. „Es war einfach umwerfend“, so Catrin Puschmann, stellvertretende Rektorin der Kastanien-Grundschule. „Es gibt keine Verzögerungen mehr, die Schrift ist sofort da und die Geräte sind bestens für Grundschüler geeignet, weil es unendlich viele Möglichkeiten gibt, Texte und Bilder miteinander zu kombinieren und für die nächste Unterrichtsstunde zu speichern.“

Kollegen warten schon ungeduldig

Die Lehrer beider Schulen würden sich bereits um die Whiteboards reißen, um sie im Unterricht zu nutzen. Wenn die Technik der Touchdisplays erst Einzug halten werde, sei es wohl ebenso, betonte Lehrervertreter Georg Helle-Feldmann. „Unsere jungen Kollegen in der Oberschule warten schon ungeduldig. Die kommen frisch von der Uni und kennen sich mit der Technik bestens aus.“

Auch wenn die Wünsche noch so groß sind, wissen auch die Lehrer, dass das Multitouchsystem nur nach und nach angeschafft werden kann, denn gut 6 700 Euro für ein Gerät sind schließlich kein Pappenstiel.

„Wir werden also noch eine ganze Weile parallel mit zwei Systemen arbeiten müssen. Aber wir sind auf dem richtigen Weg: Von der Kreidezeit in die digitale Welt“, so Gerard Dyck.

Systeme sofort einsetzbar

„Ein ganz großer Vorteil des neuen Displays ist, dass die Systeme sofort einsetzbar sind und keine lange Startzeit haben, im Vergleich zur momentan genutzten Technik“, so Heiko Grünhagen von der Schulverwaltung des Rathauses. Auch hinsichtlich zukünftiger Schulausstattungen mit Tablets und Smartphones hätten diese Systeme entsprechende Anschlussmöglichkeiten.

Beim Thema Zukunft wurde Sabine Darboven, Leiterin der Jeddinger Grundschule, hellhörig: „Ich wünsche mir, dass wir bald die Klassen mit Tablets ausstatten können, damit die jüngsten Schüler nicht mehr die schweren Schulbücher schleppen müssen. Alle Verlage bieten die Inhalte der Bücher mittlerweile in digitaler Form an.“

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