Kreatives Bürgerengagement

16 Anregungen zur Kreiselgestaltung im Rathaus angekommen

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Bürgermeister Ralf Goebel freut sich über die 16 Einsendungen der Bürger zur Kreiselgestaltung an der Goethestraße. Weitere Entwürfe werden im Rathaus noch bis April entgegengenommen.

Visselhövede - Von Joris Ujen. Im vergangenen Sommer war der Verkehrskreisel an der Goethestraße mit bunten Blumen übersät – ganz zur Freude der Visselhöveder Bürger. Doch sobald der Herbst nahte, verwelkten die Sommerblumen und damit auch der schöne Anblick. 2016 hatte sich der Ausschuss für Stadtentwicklung mit der Umgestaltung des Verkehrsknotens befasst und ein Bürgervotum vorgeschlagen. 

Jetzt, nachdem die Stadt zuerst die Schulen motivieren wollte, ihre kreative Ader zu zeigen, allerdings nur eine davon reagierte, waren die Bürger gefragt. 16 Anregungen sind bereits im Rathaus angekommen. Bürgermeister Ralf Goebel gewährt einen kleinen Einblick in die Entwürfe und die nächsten Schritte der Kreiselgestaltung.

„Schön ist, dass wir nicht nur Einsendungen mit einem künstlerischen Aspekt erhalten haben, sondern auch Vorschläge, die versuchen zu zeigen, was Visselhövede ausmacht“, erzählt der Verwaltungschef. „Das hat Einladungscharakter.“

Pflanzen und Bäume in fast allen Vorschlägen

Den Anfang dieser Art von Kunstwettbewerb setzte die Visselhöveder Unternehmensgruppe Hoyer in Gang, die im September 2016 den ersten Vorschlag einreichte, vor dem Bürgervotum. Der zeigte einen bis zu drei Meter hohen stilisierten Quader, auf dem der Visselhöveder Kirchturm und auch der Wasserturm zu sehen waren. Aus dem Rennen ist der Entwurf nicht, sagt Goebel, alle sollen beim späteren Votum berücksichtigt werden. Angedacht sei in eben jenem Wasserturm eine öffentliche Ausstellung der Einsendungen, für die die Bürger ihre Stimme abgeben können.

Einige eingereichte Skizzen widmen sich der abstrakten Kunst, andere wiederum der Aussagekraft der Stadt. Darunter sind auch professionelle Werke, erzählt Goebel. Und es gibt Teilnehmer, die in Stichpunkten Anregungen einreichten, die gegebenenfalls auch miteinbezogen werden können. Pflanzen und Bäume spielen bei fast allen Vorschlägen eine Rolle.

„Visselhövede hat Zukunft“

Eine Skizze zeigt beispielsweise einen Torbogen inklusive einem Slogan für die Stadt: „Visselhövede hat Zukunft“ ist darauf zu lesen, links und rechts sind Bäume zu sehen. Ein weiterer Vorschlag beinhaltet das Konzept einer wechselnden Werbefläche. „Wie eine Art mobile Ausstellungsfläche, die durch variierende Skulpturen zum Beispiel anstehende Veranstaltungen wie den Apfel- oder Weihnachtsmarkt thematisieren.“ Oder von Gewerbetreibern, die ihren nächsten Event publik machen möchten. Goebel: „Dadurch hätte die Stadt eine permanente Einnahmequelle.“

Es sind Ideen, bei denen man natürlich auch immer die Verkehrssicherheit gewährleisten muss und die nicht ablenken dürfen, betont Goebel. Ein zentraler Stein auf dem Kreisel, durch den Wasser läuft, „ist zwar keine neue Idee, kann jedoch mit einer entsprechenden Beleuchtung attraktiv aussehen“. Für ihn sei es auf jeden Fall spannend zu sehen, wie viele Bürger sich in ihrer Kreativität ausleben, um das Stadtbild zu verschönern. 

„Wir haben uns neu finden müssen“

„Das zeigt die hohe Bindung zu Visselhövede.“ Eine Stadt, die im Wandel lebt, sagt er. „Es gab eine Zeit, da hatten wir hier 23 Hotels und Visselhövede galt als eine Art Industriestandort unter anderem mit der Zündholzfabrik von Deylen und der ehemaligen Wachs- und Honigfabrik Winkelmann. Wir haben uns neu finden müssen.“ Vielleicht widmet sich das spätere Kreisel-Design der Stadthistorie, einige Teilnehmer habe diese in ihren Vorschlägen miteinbezogen.

Ralf Goebel selbst möchte keinen Favoriten nennen, es sollen ja auch im Idealfall noch weitere Ideen im Briefkasten des Rathauses ankommen, Marktplatz 2, 27374 Visselhövede. Anfang April soll die Bürgerbeteiligung enden. Der Verwaltungsausschuss berät sich schon am Donnerstag über das weitere Vorgehen der Kreiselgestaltung.

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