„Können den Bau des Rinderstalls nicht verhindern“ / Dank an die Mitstreiter

Buchholzer Initiative gibt auf

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Nach dem Ende der Bürgerinitiative werden wohl auch bald die Protestschilder verschwinden.

Buchholz - Von Jens Wieters. Für den Landwirt Onno Bremer aus Kükenmoor (Gemeinde Kirchlinteln) ist der Weg nicht nur verwaltungsrechtlich frei für den Bau eines Rindermaststalls samt Biogasanlage im Westen von Buchholz: Er braucht nämlich keinen Protest mehr zu fürchten, denn die Bürgerinitiative hat ihre Arbeit eingestellt.

„Wir können den Bau des Stalls nicht verhindern und geben darum unser Engagement auf“, so Wolfgang Bittrich, einer der Sprecher der Gruppierung „Kein Mega-Stall in Buchholz“, gestern Mittag auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Initiative, die mit ihrem Protest und einer Trecker-Demo weit über die Grenzen des Landkreises hinaus für Aufsehen gesorgt hatte, hat sich nach Beratung mit ihrem Rechtsanwalt zu diesem Schritt entschlossen. „Wir danken allen Menschen, die uns auf unseren Weg begleitet haben“, heißt es von Seiten der Gruppe, die drei Jahre gegen die Stallpläne gekämpft hat. Innerhalb von drei Monaten hatten die Mitstreiter zum Beispiel 1200 Unterschriften gesammelt, die Politikern übergeben wurden. „Die Immissionsgrenzen mit dem geplanten Großprojekt werden für das Dorf nur durch die Stilllegung eines alten Stalls unterschritten – eine knappe Sache“, berichtet die Initiative unserer Zeitung: Wobei davon ausgegangen werden müsse, dass diese Grenzwerte in Zukunft per Gesetz eher niedriger als höher festgelegt werden. Das gelte sicherlich auch für das Ausbringen von Stallmist und Substrat aus Biogasanlagen hinsichtlich der Nitratbildung. Das sei eine Gefahr für Boden und Wasser wie an der Visselquelle und den Visselseen bereits festzustellen sei.

„Wir haben aber unser Ziel nicht erreicht, den Jungviehaufzuchtstall und die Biogasanlage zu verhindern. Wir bleiben trotzdem weiterhin aufmerksam und verfolgen die weitere landwirtschaftliche Entwicklung in Buchholz. Wir werden feststellen, ob die Belastung für die Ortschaft und die gehaltenen Rinder zumutbar ist. Mit Rücksicht auf die Dorfgemeinschaft haben wir aber davon Abstand genommen, die Frage der Zulässigkeit einer Klage weiter zu prüfen“, endet die gemeinsame Erklärung der Initiative.

Landwirt Enno Bremer war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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