Knappe Entscheidung im Ausschuss / „Aktuelle Parksituation ist gefährlich“

Wittorfer Friedhofs-Pläne nehmen erste Hürde

+
Wittorfs Ortsbürgermeister Willi Bargfrede (l.) erläuterte den Ausschussmitgliedern und dem Bauamtschef (v.l.) Hermann Bergmann, Gerd Köhnken, Heiner Gerken und Michael Beyer die Pläne zur Umgestaltung des Friedhofs.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Am Ende war es knapper als erwartet: Denn gegen die Stimmen der CDU-Männer Henning Vollmer und Joachim Schulz-tom Felde brachte der Visselhöveder Ausschuss für Landwirtschaft, Umwelt und Energie die Umgestaltung des Wittorfer Friedhofs auf den Weg in den entscheidenden Verwaltungsausschuss.

Rund 58000 Euro soll die Maßnahme kosten, die vor allem die „unhaltbare und gefährliche Parksituation beendet“, wie Ortsbürgermeister Willi Bargfrede (CDU) dem Ausschuss vor Ort erläutertet.

Laut Antrag, den der Ortsrat zuvor einstimmig abgesegnet hatte, sollen fünf neue Parkplätze auf der jetzigen Rasenfläche rechts vor der Kirche entstehen. Die Zu- und Ausfahrt soll per Einbahnstraße geregelt werden. „Dazu hat die Straßenverkehrsbehörde schon grünes Licht gegeben“, wie Bargfrede versicherte.

Zurzeit parken die Friedhofsbesucher ihre Autos auf dem Fuß- und Radweg vor dem Friedhof sowie an einem angrenzenden Acker. Von dort müssen sie bei der Abfahrt rückwärts auf die Bundesstraße fahren. „Das ist mehr als gefährlich“, so Bargfrede.

Des Weiteren ist direkt vor der Kapelle ein Ort der Begegnung mit Bänken und Staudenbeeten geplant sowie vor der Leichenhalle ein Ort der Stille, der ebenfalls mit Bänken zum Abschied nehmen versehen werden soll. Außerdem möchte der Ortsrat die Feldsteinmauer in Richtung Gräberfeld verlängern, die Wasserstellen frostsicher machen und einen Weg pflastern, der dem Sargwagen sicher zur Grabstätte führt.

Bargfrede und Co. haben schon bei der Hohen Heide nachgehakt und vom zuständigen Regionalmanager Guido Pahl die Zusage bekommen, dass die Maßnahmen in der neuen Förderperiode mit bis zu 55 Prozent unterstützt werden könnten. Außerdem gibt es noch ein Batzen Geld in Höhe von 5400 Euro aus einem Nachlass der Wittorfer Familie Bockelmann. Die hatte seinerzeit das Geld für Grabpflege angelegt, das jetzt aber nicht mehr benötigt wird.

Laut Ortsbürgermeister sind dann noch rund 25000 Euro von der Stadt zu zahlen. Und das war während der nachfolgenden Sitzung im Rathaus genau der Knackpunkt.

Keine Einheit im

CDU-Lager

„Ich habe gerade im Schulausschuss gegen Lärmschutzmaßnahmen in der Kastanienschule gestimmt, weil wir unseren Beschluss des Schuldenabbaus im Blick haben müssen. Dann kann es nicht sein, dass wir jetzt 25000 Euro für eine Parkplatzlösung auf einem Friedhof ausgeben“, stellte der Jeddinger Henning Vollmer (CDU) seinen Standpunkt dar. Für ihn komme nur eine andere Lösung infrage. „Dazu zählt eine offizielle Anfrage der Stadt beim Eigentümer der Nachbarflächen, ob der nicht ein paar Quadratmeter verpachten will“, so Vollmers Idee.

Das habe der Ortsrat bereits getan, so das Wittorfer Ausschussmitglied Heiner Gerken (Grüne). „Da haben wir aber keine Chance.“

Joachim Schulz-tom Felde (CDU) sieht zwar die Notwendigkeit einer neuen Parksituation, aber „alle anderen Planungen sind nicht nötig“. So viel Geld auszugeben ist für den Ottinger „too much“.

Das wiederum brachte Gerken ein wenig auf die Palme: „Das ist eine überschaubare Summe, um den Friedhof zukunftsfähig zu machen. Wir haben im Vorfeld die Planungen schon abgespeckt. Ihr solltet dem Ortsrat auch mal vertrauen.“

Bauamtsleiter Gerd Köhnken erinnerte mit Blick auf eine mögliche Hohe-Heide-Förderung daran, dass die Ortschaften Visselhövedes auch an daran „teilhaben müssten, wenn man sich schon in die neue Periode einloggt“. Mehrheitlich wurde dem Antrag des Ortsrats schließlich zugestimmt. Nun hat der nichtöffentlich tagende Verwaltungsausschuss das Wort.

Mehr zum Thema:

Jubiläumsjagd des Verdener Schleppjagd-Reitvereins

Jubiläumsjagd des Verdener Schleppjagd-Reitvereins

Vettels Startsieg als Signal an Hamilton

Vettels Startsieg als Signal an Hamilton

Saarländer wählen neuen Landtag - Reicht es für Rot-Rot?

Saarländer wählen neuen Landtag - Reicht es für Rot-Rot?

Reitpferde- und Fohlenauktion in Verden 

Reitpferde- und Fohlenauktion in Verden 

Meistgelesene Artikel

Dachbrand in Waffensen schnell gelöscht

Dachbrand in Waffensen schnell gelöscht

Selbstverteidigung im Viervierteltakt

Selbstverteidigung im Viervierteltakt

Hartmut Leefers: „Das ist ein schwieriger Prozess“

Hartmut Leefers: „Das ist ein schwieriger Prozess“

Kommentare