Umweltausschuss votiert für neue Halbtagsstelle im Rathaus

Klimaschutz in Visselhövede

Klimaschutz wird für Kommunen immer wichtiger.
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Klimaschutz wird für Kommunen immer wichtiger.

Visselhövede – „Wir müssen vom Reden ins Handeln kommen. Und zwar schnell“, betonte Heiner Gerken (Grüne) während der Sitzung des Visselhöveder Umweltausschusses und möchte lieber heute als morgen eine Stelle für Klimaschutzmanagement im Rathaus eingerichtet sehen. Ein entsprechender Antrag wurde vom Ausschuss bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen knapp befürwortet. Das letzte Wort hat allerdings der nichtöffentlich tagende Verwaltungsausschuss am 14. Dezember.

„Wir sollten die Gelegenheit nicht verstreichen lassen, weil die Stelle zu 65 Prozent vom Land gefördert wird“, forderte Gerken, der eine Halbtagsstelle im Blick hat. Der Wittorfer umriss auch gleich ein paar Kernpunkte, um die sich der oder die Betreffende kümmern müsse: „Ein Klimaschutzkonzept aufstellen, Energiesparpotenziale in städtischen Einrichtungen und Gebäuden suchen, Energiebilanzen erstellen und Bürgern Fördermöglichkeiten mitteilen.“ Würden diese Aufgaben gewissenhaft erledigt, würde der Klimaschutzmanager viel Geld einsparen. Mehr als er selber koste, so Gerken.

Für Dominik Oldenburg (SPD) ist die Sache ebenfalls klar: „Das Bauamt kann diese Arbeit nicht noch zusätzlich leisten, das ist schon genügend ausgelastet. So ein Klimaschutzmanager kann Fördertöpfe finden, die im Bauamt noch gar nicht bekannt sind.“

Skepsis herrscht hingegen bei der CDU. „Das gesetzliche Korsett in Sachen Klimaschutz ist vor allem im Baubereich, aber auch bei anderen Dingen, die die Stadt künftig anfasst, bereits so eng, dass ein Klimaschutzmanager es nicht besser machen könnte“, betonte Michael Senkbeil. Heutzutage sei nicht nur die öffentliche Hand, sondern auch jeder Privatmann gezwungen, Energie zu sparen. Der Hiddinger könnte sich vorstellen, für jedes Projekt eine Klimaschutzberatung extern zu vergeben.

Joachim Mahnke (FDP) brachte eine weitere Möglichkeit ins Gespräch: „Statt noch eine Stelle einzurichten, ist es doch besser, Mitarbeiter des Bauamts entsprechend zu schulen.“

Bürgermeister Ralf Goebel gab auf Nachfrage von Zuhörer Harald Gabriel zu, dass die Stadt in den vergangenen Jahren lediglich Impulse beim Thema Klimaschutz gesetzt habe: „Dazu gehören die Ladesäulen am Rathaus und das Fernwärmenetz für den Primar Campus und andere Gebäude. Aber es geht natürlich noch deutlich mehr.“ Goebel erteilte Senkbeils Idee eine Absage: „Projektbezogene Beratung wird nicht gefördert.“

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