Umgestaltung des Schulhofs läuft auf vollen Touren

„Kleiner, aber attraktiver“

Die stellvertretende Bauamtsleiterin Christine Rathjen (hier mit Reiner Franz vom Bauhof) gestaltet den Schulhof der Kastanienschule neu. Foto: Wieters

Visselhövede – Hier noch ein kurzer Ruck an der Kette, die am Radlader hängt, dort noch ein bisschen drücken mit Muskelkraft und schon ist der Balancierbalken samt Fundament aus der Erde gerupft. Die Arbeiten an der Umgestaltung des Schulhofs an der Visselhöveder Grundschule laufen zurzeit auf vollen Touren. „Das passt jetzt ideal, weil die Kinder Sommerferien haben“, sagt Christine Rathjen, städtische Ingenieurin im Bauamt.

Sie koordiniert die Arbeiten, die aktuell „aus Bordmitteln“, wie Rathjen die starken Männer vom Bauhof humorvoll nennt, bestritten werden. Denn wo bislang die Spielgeräte standen, werden bald die großen Bagger anrollen, um vier Klassenzimmer des 1970er-Jahre-Anbaus der Schule abzureißen. Bekanntlich müssen die dem Neubau der Kindertagesstätte im Erdgeschoss mit Klassenzimmern im ersten Stock, dem sogenannten Primar Campus, weichen.

„Die Spielgeräte werden aber teilweise an anderer Stelle auf dem Schulgelände wieder aufgebaut“, informiert Rathjen, die auch schon die weiteren Umgestaltungsarbeiten auf dem weitverzweigten Schulgelände im Blick hat. So bleibt der Bolzplatz als solcher zwar erhalten, wird aber in Richtung Große Straße ein wenig verkürzt. Dort werden die Stubben der gefällten Fichten entfernt und eine Sandfläche zum Spielen und Toben für die gut 200 Schüler entsteht. Hinter dem Tor in Richtung Westen werden Hochbeete fürs Gärtnern aufgestellt und die Findlinge vom Lehrerparkplatz laden bald zu einer Kletterpartie ein.

„Das Highlight des neuen Schulhofs wird aber das kombinierte Spielgerät sein. Das ist dort vorgesehen, wo jetzt eine triste Asphaltdecke spröden Charme versprüht“, verrät Rathjen. Dort sollen die Kinder auf einem schicken Holzgestell rutschen, schaukeln und klettern. Wenn sie doch mal fallen sollten, werden sie durch einen weichen Sandboden vor Verletzungen geschützt.

Ein paar Meter weiter in Richtung Glasgang wird „ein naturnaher Spielbereich gestaltet“, wie Rathjen betont. Die Schulleitung wünscht sich eine Fläche aus Holzhackschnitzeln und einen kleinen Erdwall. Rathjen: „Dort beginnen die Arbeiten, wenn die maroden sanitären Anlagen abgerissen sind. Und wir sind bei der Platzierung dieser Fläche noch flexibel“, reagiert Rathjen auf Kritik aus den Reihen des Bauausschusses. Dort wurde befürchtet, dass Kinder zu viel Schmutz in die Klassenräume schleppen würden, wenn der Platz direkt am Eingang der Schule gebaut würde.

Rund 78 000 Euro sind für diese Maßnahmen eingeplant. „Das ist zwar eine große Summe und der Schulhof wird durch den Primar Campus auch ein Stück kleiner, aber dafür sehr viel attraktiver“, ist sich Rathjen sicher, dass die Kinder viel Spaß auf dem neuen Hof haben werden.

Zur Person

Christine Rathjen ist die neue stellvertretende Bereichsleiterin im Visselhöveder Bauamt. Die Bauingenieurin übernimmt die Arbeit von Gaby Behrens, die eine andere Aufgabe bei der Landkreisverwaltung gefunden hat. Rathjen lebt mit ihrer Familie in Hemslingen. Nach dem Studium war sie mit dem Rucksack in Australien unterwegs und hat zwei Jahre in Amsterdam gelebt. Die 39-Jährige war vor ihrer Tätigkeit für eine Baufirma für ein Ingenieurbüro in ganz Europa unterwegs und hat sich für den Job im Rathaus entschieden, weil „ich nun weiß, wo meine Heimat ist und ich dort auch arbeiten möchte“.

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