Wie die Visselhöveder Feuerwehrleute auf ihre Einsätze vorbereitet werden

Bei kleinen Bränden reicht der „stille Alarm“

30 Feuerwehrleute in Visselhövede sind mit einem Funkmeldeempfänger ausgestattet. Foto: imago images/Riediger
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30 Feuerwehrleute in Visselhövede sind mit einem Funkmeldeempfänger ausgestattet.

Visselhövede – Wenn es in der Hosentasche piept, wissen die Feuerwehrleute in Visselhövede sofort Bescheid. Es muss ausgerückt werden zu einem Einsatz. Schnell geht es zur Zentrale in der Burgstraße und von da aus weiter zu dem Einsatzort. Aber wann werden die Einsatzkräfte per Melder informiert und wann ist in der Stadt die Sirene zu hören?

„Das hängt natürlich ganz davon ab, wie stark das Feuer ist“, erklärt Pressesprecher Sebastian Kurz. Von den 51 Einsatzkräften aus Visselhövede sind 30 mit einem Funkmelder ausgestattet. Sie können also problemlos per „stillem Alarm“ angefordert werden. Die weiteren 21 Feuerwehrleute müssen dann jedoch über die Sirene informiert werden. Der laute Ton ist dann überall deutlich zu hören.

Wieso haben nicht alle Retter einen Pieper? „Das ist auch eine Kostenfrage“, erklärt Kurz. Ein Empfänger kostet bei den Anbietern meist um die 300 Euro. Nachrüsten ist also durchaus kostspielig. Und damals, als die Visselhöveder Feuerwehr mit der Technik ausgestattet wurde, war die Zahl 30 festgelegt worden. Dabei entscheidet immer derjenige über die Art der Alarmierung, der den Notruf entgegennimmt. Bei einem Feuer der ersten Stufe wird auf die Sirene verzichtet. „Das sind kleine Brände wie eine Mülltonne“, so Kurz. Dann sind meist auch nicht mehr als zwölf bis 15 Kräfte nötig. Ab einem Einsatz der zweiten Kategorie sollen jedoch alle 51 Feuerwehrleute benachrichtigt werden – also startet die Sirene. „Stufe zwei sind Küchenbrände oder Ähnliches“, erklärt der Pressesprecher. Die höchste Stufe ist die dritte. Bei Dachstuhlbränden beispielsweise rücke ohnehin die gesamte Truppe aus.

Die Einsatzkräfte fahren dann nicht komplett unvorbereitet aus der Burgstraße los. „Sie bekommen Stichworte mit auf den Weg, damit sie wissen, worum es geht“, verrät Stadtsicherheitsbeauftragter Hendrik Husmann. Eine richtig gute Beschreibung kommt bei den Helfern oft aber dennoch nicht an. „Man kann die Situation meist nicht so gut vorher einschätzen, wenn man die Lage nur per Telefon von einem Bürger erklärt bekommt und unser Telefondienst es dann weitergibt“, findet Kurz.

Überraschungen sind trotz der grob beschriebenen Lage also an der Tagesordnung. „Bei jedem Einsatz wird man ein wenig überrascht“, sagt Husmann. Er findet das nicht schlimm. Allerdings gilt es durch die Stichworte, komplette Überraschungen und Überforderungen – auch psychische – besonders bei schweren Bränden auszuschließen. „Es ist ja jeder unterschiedlich gut ausgebildet und es soll keiner bei uns etwas machen, was er nicht kann oder er nicht möchte“, sagt Husmann. Erklingt die Sirene aber, wissen die Ausrücker, dass die Lage meist recht ernst ist und das Feuer nicht allzu klein.

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