30 bis 35 Bedürftige nutzen das Angebot

Kleiderkammer benötigt dringend Kinderartikel

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Maria Sieling (l.) und Anna Schier betreuen gemeinsam mit Sabine Coors die Kleiderkammer des Visselhöveder DRK. 

Visselhövede - Von Angela Kirchfeld. Die Mitarbeiterinnen in der Visselhöveder Kleiderkammer, die vom Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes betrieben wird, brauchen dringend Kinderkleidung. „Davon haben wir aktuell einfach zu wenig. Das liegt wohl auch an der vielen Kleiderbörsen, die in den Ortschaften veranstaltet werden“, so Maria Sieling, die gemeinsam mit Sabine Coors und Anna Schier die Ausgabestelle betreut.

Seit mehr als zehn Jahren arbeitet Maria Sieling ehrenamtlich in der Altkleiderkammer, die in dem DRK-Haus an der Schäferstraße 8 untergebracht ist.

„Erna Langanke, die Mutter unseres aktuellen Vorsitzenden Eckhard Langanke, hatte mich damals angesprochen, ob ich nicht Lust dazu hätte. Dann habe ich es einfach mal übernommen“, berichtet die gebürtige Ungarin. Sie kam 1972 mit 19 Jahren nach Deutschland. Jeden Samstag von 9 bis 11 Uhr steht sie für die Annahme der Altkleider bereit.

Zu den Aufgaben des freundlichen Trios gehört auch die Leerung des Containers, der an der einen Seite des Hauses platziert ist. Die Sachen werden sortiert und und in die entsprechenden Regale geordnet. Aber diese Arbeit ist ab und an auch mal recht unappetitlich: „Denn es wird leider auch viel Müll in den Container geworfen“, betont Sieling. Kaputte, stark verschmutzte oder sehr alte Kleidung werde dann aussortiert und von einem Unternehmen abgeholt. „Damen-, Herren- und Kinderkleidung – alles wird gebraucht. Wir bekommen im Sommer Winterkleidung und im Winter Sommerkleidung, eben halt immer dann, wenn die Leute ihre Schränke ausräumen. Aber auch nach einem Sterbefall erhalten wir viel Kleidung“, berichtet die 64-Jährige, die auch die Ausgabe der Ware betreut.

Dreister Weiterverkauf

An jedem zweiten Mittwoch im Monat von 13 bis 15 Uhr wird die Bekleidung an Bedürftige ausgegeben. Ein besonderer Bedarf herrscht zurzeit an Kindersachen, die leider Mangelware sind. „Viele verkaufen ihre Kinderkleidung auf Flohmärkten oder während der Börsen“, bedauert Sieling, die auch gerne Spielzeug annimmt – genauso wie Handtücher, Bettwäsche, Decken, Kissen und Schuhe. „In unserer Kleiderkammer wird halt alles benötigt“. Nur sollte es in einem Zustand sein, mit dem sich auch die Spender noch auf der Straße sehen lassen würden.

Rund 30 bis 35 Personen kommen in jeder Woche zum Abholtermin. Junge und ältere Menschen, Deutsche und Ausländer – da wird keine Ausnahme gemacht, es darf jeder vorbeikommen. „Es gab lediglich einen Fall, wo ich einer Frau Hausverbot erteilten musste. Da kam heraus, dass sie die von uns ausgeteilte Kleidung auf dem Flohmarkt weiterverkauft hat.“

Die nächste Ausgabe in der Kleiderkammer ist am Mittwoch, 13. September, von 13 bis 15 Uhr, im DRK-Haus an der Schäferstraße 8.

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