Seit 60 Jahren ein Paar

Edda und Albert Falkenstein feiern am Donnerstag Diamantene Hochzeit

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Edda und Albert Falkenstein sind auch nach 60 Jahren immer noch ein glückliches Paar.

Visselhövede - Schlechte und harte, aber auch viele schöne Jahre liegen hinter Edda und Albert Falkenstein. 60 Jahre, um genau zu sein, denn das Paar feiert am Donnerstag seine Diamantene Hochzeit. „Es war Liebe auf den ersten Blick – nur im Dunkeln“, erzählt Edda Falkenstein lachend.

„Meine Kumpels und ich waren damals immer mit dem Motorrad unterwegs und haben die Gegend unsicher gemacht. Da landeten wir einmal in Radbruch, wo uns zwei junge Mädels entgegenkamen. Mit denen unterhielten wir uns“, erinnert sich Albert Falkenstein.

Als die Gang losfahren wollte, zog Edda einfach den Zündschlüssel des Motorrads ihres zukünftigen Mannes heraus. „Da musste ich erst einmal sehen, wie ich den Schlüssel wiederbekomme“, berichtet der heute 80-Jährige mit einem Lächeln im Gesicht. Für Edda Falkenstein stand fest: „Den oder keinen!“ Die 79-Jährige versichert: „Ich würde ihn immer wieder heiraten.“ 

So wie in dem Lied „Verliebt, verlobt, verheiratet“, ging es auch bei den Falkensteins zu. Ein halbes Jahr später wurde Verlobung, ein Jahr später Hochzeit gefeiert. Die fand in Visselhövede statt. Dort war ihr Vater Werner auf dem Bauhof angestellt. „Da wo du bist, möchte ich auch sein“, versicherte Albert Falkenstein seiner Frau und zog ebenfalls in die Heidestadt.

Das junge Ehepaar lebte zunächst bei den Eltern

Die Hochzeitsfeier zelebrierten sie nach der standesamtlichen und kirchlichen Trauung im kleinen Familienkreis in der Wohnung ihrer Eltern. Dort blieb das junge Paar auch vorerst wohnen, bis es eine Wohnung in der Mühlenstraße, später ein Haus Im Gehäge beziehen konnte. 

Die Familie wuchs. So brachte Edda Falkenstein zwei Söhne, Clemens und Ralf-Werner, sowie die Töchter Christine und Susanne auf die Welt. Ein schwerer Schicksalsschlag ereilte die Familie, als Sohn Ralf-Werner mit nur 33 Jahren an Herzversagen starb.

Albert Falkenstein, gelernter Schiffsbauer, sorgte für den Familienunterhalt und war unter anderem als Zimmermann, Gleisbauer, bei der Firma Kraft in der Käserei und bei der Wagenfabrik Maack beschäftigt. 25 Jahre war er zuletzt als Polier im Baugewerbe tätig. „Mit 58 Jahren bin ich in Rente gegangen, da waren die Knochen kaputt. Ich habe nie gestempelt und war dank der guten Pflege meiner Frau immer gesund“, betont der Ruheständler.

„Das Wort Scheidung gab es bei uns nicht“

Viele Pokale zieren die Stube Falkensteins, die nun seit 1996 in der Gartenstraße wohnen. Beide sind gut im Zielen und dem Schützenverein Radbruch seit 1971 treue Mitglieder. „Wir haben uns nie groß gestritten. Das Wort Scheidung gab es bei uns nicht“, berichtet Albert Falkenstein über sein harmonisches Eheleben. Seine Ehefrau fügt hinzu: „Wenn es mal Streit gibt, geht einer raus und wenn er zurückkommt, ist alles vergessen.“

Mit den Kindern, fünf Enkelkindern, vier Urenkeln sowie den Geschwistern, Freunden und Nachbarn wird das Fest der Diamantenen Hochzeit zünftig bei Vollmers gefeiert. „Vorweg geht es zur Kirche. Wir haben uns das Lied ,Danke’ gewünscht. Das ist unser Lebensmotto.“

aki

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