Bezirkstagung der DLRG erstmals in Visselhövede / Ludewig macht Schluss

Klares Ziel: Leben retten

Der neue Bezirksvorstand (v.l.): Sören Baumann, Mara Krause, Arne Teichert, Lisa Hallmann, Daniel Langen, Mareike Ziethmann, Christian Schwacke, Yannic Fischer und Timo Müller. Foto: Kirchfeld

Visselhövede - Von Angela Kirchfeld. Großer Bahnhof für die Bezirkstagung der DLRG-Aller-Oste, die erstmals in Visselhövede stattfand: „Aus dem gesamten Bezirk, vom hohen Norden wie Cuxhaven bis zum südlichsten Punkt des Landes, kamen die 41 Delegierten hier ins Haus der Bildung nach Visselhövede“, freute sich Gaby Stöhr, Vorsitzende der Visselhöveder Ortsgruppe, über den Erfolg, die Tagung der Lebensretter in die Heidestadt zu lotsen.

Schatzmeister Christian Schwacke begrüßte die Delegierten und leitete die Versammlung für den erkrankten Vorsitzenden Hinrich Rache. Herbert Ludewig aus Kirchwalsede, bis 2004 Bezirksvorsitzender, kandidierte nach weiteren 14 Jahren als Geschäftsstellenleiter nicht mehr. Der Bezirkstag dankte ihm für sein ehrenamtliches Engagement. Ludewig hatte zuletzt sowohl die Ehrungen von Mitgliedern als auch die DLRG-Altkleidercontainer betreut und dadurch wichtige Spendeneinnahmen gesichert.

Die Hauptausgaben des Bezirkstags sind vorgesehen für die Finanzierung von Ausbildungen der ehrenamtlichen Schwimmausbilder, Erste-Hilfe-Ausbilder, Bootsführer, Einsatztaucher und Mitglieder der Wasserrettungszüge im Katastrophenschutz der Landkreise.

„Dass Ausbildung teuer und aufwendig ist, spüren wir immer vor allem bei der Ausbildung im Wasserrettungsdienst. Für 39 Engagierte werden 25 Ausbilder, eine geeignete Unterkunft und Verpflegung benötigt. Neben einer zweijährigen Einsatzübung sind dies erhebliche Belastungen des Haushaltsplans“, verdeutlichte Christian Schwacke.

Jürgen Seiler war als Vertreter des Landesverbandes Niedersachsen anwesend und stellte die zwei Förderprojekte vor, die Trainer und Ortsgruppen bei der Ausbildung von Kindern unterstützen sollen: „Sicheres Schwimmen und Sicherheit im Wasser“ der Kreissparkassen sowie „Niedersachsen lernt Schwimmen“ des Niedersächsischen Sportbundes.

Außerdem verwies er noch einmal auf die dramatische Entwicklung der Bäderschließung und warb für eine Petition an den Deutschen Bundestag. Bis April kann sich jeder Bürger für den Erhalt der Bäder unter www.rettet-die-baeder.de beteiligen. Die Petition richtet sich an das Parlament, um den Kommunen und Städten beim Erhalt der Bäder zur Seite zu stehen.

„In den vergangenen 17 Jahren sind 80 Schwimmbäder in Deutschland geschlossen worden und damit wurde die Chance vertan, in den Städten Schwimmunterricht und Training zu organisieren. Gleichzeitig steigt die Anzahl von Nichtschwimmern unter Kindern und Jugendlichen“, heißt es in der Petition. Das führe zu einem Anstieg der ertrunkenen Heranwachsenden bis 15 Jahre. Die kommunale Politik sei oft machtlos.

Die DLRG setzt daher auf die Eingebung an den Bundestag und hat dazu ein emotionales Video in einem verlassenen Schwimmbad gedreht. „Auch in unserem DLRG-Bezirk ringen einige Ortsgruppen mit lokalen Politikern um den Erhalt der Schwimmzeiten und um bezahlbare Mieten für die Schwimmbahnen, die die Vereine aufbringen müssen. Die ehrenamtlichen Vorstände und die Mitglieder kämpfen darum, sich sportlich betätigen zu können, Spaß zu haben und Miteinander zu trainieren“, so Christian Schwacke während der Tagung.

Der Bezirkstag setzt sich übrigens aus insgesamt vier Dutzend Personen zusammen, die aus den Vorsitzenden der 14 Ortsgruppen und aus den Vorstandsmitgliedern des Bezirkes bestehen. „Die Visselhöveder Geschäftsleute haben uns durch Sponsoring unterstützt und auch die fleißigen Helfer der Ortsgruppe haben 120 belegte Brötchen vorbereitet“, bemerkte Vissels DLRG-Chefin Gaby Stöhr.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Die Ostseeinseln von Fehmarn bis Usedom

Die Ostseeinseln von Fehmarn bis Usedom

Einheiten der Polizei messen sich in Bremen

Einheiten der Polizei messen sich in Bremen

Steinmeier wirbt für mehr Einmischung

Steinmeier wirbt für mehr Einmischung

Noch nie waren weltweit so viele Menschen auf der Flucht

Noch nie waren weltweit so viele Menschen auf der Flucht

Meistgelesene Artikel

Hochbetrieb beim 18. Kräutertag: mehr als 10 .000 Besucher in Horstedt

Hochbetrieb beim 18. Kräutertag: mehr als 10 .000 Besucher in Horstedt

200.000 Euro gegen den Lärm am Schießstand

200.000 Euro gegen den Lärm am Schießstand

Festival-Aufbau ist in vollem Gange

Festival-Aufbau ist in vollem Gange

30 Kilometer zu Pferd

30 Kilometer zu Pferd

Kommentare