Eltern bekommen Infopost

Kita-Betreuung im eigenen Dorf nicht unbedingt gesichert

Gemütliche Frühstücksrunde im Wittorfer Kindergarten Zwergenstube: Wenn es nach den Eltern geht, werden ihre Schützlinge auch weiterhin wohnortnah betreut. „Das ist künftig aber nicht in allen Fällen möglich“, sagt die Stadtverwaltung. - Foto: Wieters
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Gemütliche Frühstücksrunde im Wittorfer Kindergarten Zwergenstube: Wenn es nach den Eltern geht, werden ihre Schützlinge auch weiterhin wohnortnah betreut. „Das ist künftig aber nicht in allen Fällen möglich“, sagt die Stadtverwaltung.

Visselhövede/Wittorf - Von Jens Wieters. Was auf den ersten Blick einigen Wittorfer Eltern den Schreck in die Glieder fahren ließ, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen lediglich als Vorsichtsmaßnahme der Stadtverwaltung. Denn die hatte in einem Rundschreiben an Kindergarteneltern durchblicken lassen, dass „perspektivisch“ auch eine Betreuung der Sprösslinge in Visselhövede und nicht nur in Wittorf infrage kommen könnte.

Die Wittorfer Eltern bekamen in der vergangenen Woche Post aus dem Rathaus, in der auf die Vergabe der Betreuungsplätze für das Kindergartenjahr ab August des laufenden Jahres hingewiesen wurde. Wörtlich heißt es darin, dass die Kinder nach den Sommerferien „weiterhin den Kindergarten Zwergenstube besuchen, die Betreuung dann aber in der ehemaligen Grundschule stattfindet“. Perspektivisch gesehen könnte die Betreuung „unter Umständen auch auf den neuen Primar-Campus nach Visselhövede verlegt werden“, wenn die entsprechenden Räumlichkeiten dort fertiggestellt seien.

„Nach diesem Brief hatten wir natürlich einige Eltern vor der Tür, die befürchten, dass das vielleicht das Aus für den Wittorfer Kindergarten bedeuten könnte“, berichtet Ute Schorpp-Bolz, Leiterin der Wittorfer Zwergenstube.

„Platz reicht nicht für alle Kinder“

Bei diesem Thema sind die Wittorfer sehr empfindlich, schließlich mussten sie vor zwei Jahren auch die Schließung ihrer Dorfschule hinnehmen.

„Aber die Kita Wittorf wird auf keinen Fall dichtgemacht“, erklärt Dörthe Falkner vom Verwaltungsbereich Bürgerbüro und Soziales. „Es ist ganz einfach so, dass wir ab Sommer in allen Kindergärten und Krippen der Stadt dringend Platz brauchen und dieses eine Jahr überbrücken müssen, bis der Neubau an der Kastanienschule Visselhövede zum Kindergartenjahr 2019/2020 fertig ist.“

Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren sei ebenso riesig wie für die Kinder im Krippenalter. Darum werde ab Sommer auch die ehemalige Wittorfer Dorfschule für die älteren Kinder genutzt, in der jetzt noch der Botheler Kindergarten untergebracht ist. Der hatte im Winter 2017 dort Unterschlupf gefunden, weil das eigene Haus nach einer Brandstiftung nicht mehr zu gebrauchen war.

„Auch in Jeddingen wird eine zusätzliche Kindergartengruppe in den Jugendraum der Sporthalle einziehen und im Visselhöveder Fabula muss ebenfalls eine weitere Kita- und Krippengruppe eingerichtet werden. Für diese Maßnahmen haben wir für ein Jahr eine Ausnahmegenehmigung bekommen“, informiert Falkner über das Dilemma, in dem die Verwaltung steckt.

Primar-Campus wird gebaut

Und genau aus diesem Grund sollen die Eltern rechtzeitig über mögliche Veränderungen aufgeklärt werden. „Darum haben wir diese Formulierung in den Briefen gewählt“, so Falkner, die darauf hinweist, dass „alle Kindergarteneltern des Stadtgebiets ein gleichlautendes Schreiben bekommen – nicht nur die Wittorfer“.

Grundsätzlich sei es so, dass bei der Vergabe der Betreuungsplätze auch künftig darauf geachtet werde, dass die Kinder weitestgehend „in ihren Dörfern bleiben“, aber wenn dort die Plätze nicht mehr ausreichen würden, komme für das eine oder andere Kind dann nur der Neubau in Visselhövede in Betracht.

Zwischen der dortigen Grundschule und dem Kindergarten Fabula wird bekanntlich der sogenannte Primar-Campus gebaut, der fünf Kita- und Krippengruppen beherbergen kann.

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