St.-Johannis-Gemeinde hat 35.000 Euro zusammen 

Kirchturmsanierung kann beginnen

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Die letzten Bretter, die symbolisch für die Fassadensanierung des Kirchturms stehen, haben Hauke Pralle (v.l.), Karin Stöckmann und Florian Hemme von der Kirchengemeinde von Rita Gerke und André Pannier von der Volksbank überreicht bekommen.

Visselhövede - Dem neuen Anstrich des Visselhöveder Kirchturms direkt an der Großen Straße steht nichts mehr im Wege. Denn die 35 000 Euro, die die Maler- und Zimmererarbeiten sowie das Gerüst kosten sollen, hat die Kirchengemeinde jetzt zusammen – und das ein gutes halbes Jahr vor dem angedachten Termin.

André Pannier, Regionaldirektor der Volksbank Lüneburger Heide, hat den Spendensack zugemacht, als er Karin Stöckmann und Hauke Pralle vom Kirchenvorstand der St.-Johannis-Kirchengemeinde mitteilte, dass die Stiftung der Volksbank und das Geldinstitut selber die noch fehlenden 5500 Euro spenden werden.

„Wir sind einfach überwältigt, dass wir das Geld jetzt schon zusammen haben, wenn man bedenkt, dass wir erst zu Pfingsten 2019 mit dem Wunsch, den Kirchturm neu zu gestalten, an die Öffentlichkeit gegangen sind“, jubeln Stöckmann und Pralle unisono.

Offenbar liegt der Kirchturm, der mit Abstand das meistfotografierte Motiv der Vissel-Stadt ist, den Menschen sehr am Herzen – selbst dann, wenn die gar nicht mehr in Visselhövede wohnen. „Wir haben nämlich Spenden von Ex-Visselhövedern aus Süddeutschland und auch aus Schleswig-Holstein bekommen“, berichtet Hauke Pralle. Zusätzlich hätten Privatleute das Spendenschwein während des Apfelmarktes und auch während der letzten Musikveranstaltung der „Vissel-Freitage“ reichlich gefüttert. „Dann gab es natürlich noch viele Unternehmen, die ebenfalls teilweise enorme Beträge überwiesen haben. Insgesamt sind rund 300 Spenden eingegangen“, informiert Stöckmann. Das zeige, dass sich die Bürger der Stadt und auch die örtlichen Firmen mit dem Kirchturm identifizieren würden.

Die Idee, die verwitterte Farbe zu erneuern und das morsche Holz zu ersetzen, ist in der Kirchengemeinde Anfang des Jahres gereift. Denn schließlich sollte der Turm zu seinem 222. Geburtstag, der im kommenden Jahr gefeiert wird, wieder richtig schick sein. „Wir sind von der Landeskirche und der Familie Hoyer, die sich sofort für die Planung begeistert hatte, mit einem Startkapital von 20.000 Euro ausgestattet worden. Wir haben zwar damit gerechnet, dass noch ein paar Tausender zusammenkommen, aber auch kalkuliert, dass wir zum Ende des geplanten Zeitraums noch einige Bittbriefe schreiben oder viele Klinken putzen müssten“, erinnert sich Pralle.

Nachdem die Finanzierung nun gesichert ist, wird sich der Kirchenvorstand an die Ausschreibung machen, damit der Turm „spätestens im kommenden Frühjahr“ von den Maler und Zimmerern sein neues Kleid bekommt. „Es wäre natürlich prima, wenn örtliche Betriebe entsprechende Angebote abgeben würden“, sagt Pralle.

Da es sich aber um einen Kirchturm handelt, der mehr als 200 Jahre Wind und Wetter getrotzt hat, ist es natürlich klar, dass das Holz nicht mit irgendeiner Farbe gestrichen wird, sondern die Fassade wird auch nach dem Make-up wieder in silbrig-blau leuchten. „Denn auch das Denkmalschutzamt hat bei der Gestaltung ein Wörtchen mitzureden“, ergänzt Karin Stöckmann.

So ist geplant, dass drei Versuchsfelder mit unterschiedlichen Farbtönen gestrichen werden und eine Jury, bestehend aus dem Kirchenvorstand und eben den Denkmalschutzexperten, wird dann entscheiden, in welcher Farbe der komplette Turm gestrichen wird.

Ist alles fertig, gibt es zum Schnapszahl-Geburtstag ein kleines Fest. „Wann genau, wissen wir natürlich noch nicht. Es kommt darauf an, wann die Handwerker den Auftrag abarbeiten können“, so Pralle, der aber auf den Sommer hofft.

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