Kindergarten Momo öffnet seine Türen / Besonderes Konzept für Eltern

Individuelle Betreuung und Erziehungspartnerschaft

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Tom Kirk (2.v.l.), Aisha Daas mit Dahlia und Judith Schmidt (r.) mit Momo beim Schnuppertag im Kindergarten. Foto Kirchfeld

Riepholm - Eigentlich möchte Aisha Daas nach Hause, doch ihre zwölf Monate alte Tochter Dahlia findet das bunte Treiben rund um die Puppe Momo und Erzieher Tom Kirk viel zu spannend und möchte nicht mit. Sehr turbulent geht es beim Tag der offenen Tür im Kindergarten Momo in Riepholm zu.

Neben vielen Eltern, die sich über die Einrichtung informieren möchten, sind auch viele Aktive der Elterninitiative sowie Ehemalige, die einfach mal vorbeischauen, und bei einer Tasse Kaffee oder Tee ins Klönen kommen wollten, an diesem Tag dabei.

„Wir legen viel Wert darauf, dass sich die Eltern bewusst entscheiden, ob sie ihr Kind in unsere Einrichtung geben“, betont Erzieher Tom Kirk. Für Aisha Daas und ihren Mann, die sich alle Kindergärten in und um Visselhövede anschauen, steht fest, dass Dahlia im kommenden Sommer in den Momo kommt. „Man hat hier viel mehr Möglichkeiten, die Kinder zu begleiten, es ist schon etwas Besonderes“, sagt Aisha Daas. Sie will ihre Tochter zunächst zur Probe dort betreuen lassen.

„Besonders bei der Eingewöhnung sind wir ganz flexibel. Wir haben ein Konzept entwickelt, das sich ganz nach den Bedürfnissen der Kinder richtet“, informiert Kirk. „Die individuelle Gestaltung ist besonderes durch die kleinen Gruppen möglich. Jedes Kind hat eine andere Vorstellung und gerade jüngere Kinder brauchen ihre Zeit, um Vertrauen zu fassen.“

Aber wie sieht es bei den Eltern aus, die die Kleinen berufsbedingt in eine Einrichtung geben müssen? „Es gibt Situationen, bei denen die Kinder sich schnell lösen müssen. Das versuchen wir zu unterstützen. Es kommt aber zum Glück so gut wie nie vor, denn die Eltern, die sich für uns entscheiden, nehmen sich die Zeit und sprechen sich auch mit dem Arbeitgeber ab“, erläutert Kirk.

Der Erzieher räumt auch mit einem weit verbreiteten Vorurteil auf: „Es wird immer gesagt, dass die Eltern im Momo putzen müssen. Die Mitarbeit der Eltern ist gewünscht, aber wir haben seit sechs Jahren eine tolle Putzfrau, da springen die Eltern nur im Notfall ein.“

Der Begriff Erziehungspartnerschaft werde noch ernst genommen und gelebt, stellen Kirk und seine Kollegin Judith Schmidt fest. „Es gibt Aufgaben, wie unter anderem das Erlernen sozialen Miteinanders, das nur ein Kindergarten leisten kann. Es gibt aber auch Aufgaben, die nur ein Elternhaus ermöglichen.“

18 Plätze, davon drei für Kinder unter drei Jahren, fasst der Kindergarten. 17 Plätze sind derzeit besetzt, aber im Sommer werden einige frei. Erzieher Tom Kirk selbst ist seit 20 Jahren dabei: „Es macht mir immer noch wahnsinnig viel Spaß. Ich kann mir keinen anderen Beruf vorstellen, auch nicht mit der Musik, die baue ich ja hier ein. Sie ist neben der Bewegung ein zweites Standbein der Einrichtung.“

aki

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