2 500 Stunden Bürger-Eigenleistung 

Kettenburger feiern ihr modernes Schützenhaus

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Schick, hell, modern: Zahlreiche Gäste schauten sich das renovierte Schützenhaus an. 

Kettenburg - Von Angela Kirchfeld. Man nehme engagierte Bürger, die gut 2 500 Stunden ihrer Freizeit investieren - und heraus kommt ein neues Schützenhaus.

Zu den Ehrenamtlichen kommen ein paar kreative Köpfe, die wissen, wo es finanzielle Förderungen gibt, und es braucht natürlich Handwerker, die ihren Job verstehen. Heraus kommt ein modernes Schützenhaus, das auf dem neuesten Stand der Gebäudetechnik gebracht wird. So geschehen in Kettenburg, wo jetzt die offizielle Einweihung des Gebäudes gefeiert wurde.

Mit viel Eigeninitiative wurde dem alten Schützenhaus in nur elf Monaten nämlich neuer Glanz verliehen. Hartmut Helmke, Vorsitzender des Schützenvereins, der mit Hans-Jürgen Bostelmann das Projekt auf den Weg gebracht hatte, begrüßte die zahlreichen Gäste, darunter Landrat Hermann Luttmann (CDU), Vertreter der Stadt Visselhövede sowie Ortsvorsteherin Pamela Helmke.

Der Schützenchef ließ die vergangenen Jahre noch einmal Revue passieren und berichtete von den Sanierungs- und Renovierungsarbeiten des 46 Jahre alten Vereinsheims, in dem einer der Helfer sprichwörtlich „durch die Decke“ ging: „Er ist gleich zu Baubeginn durch die Raumdecke gefallen. Doch ihm ist zum Glück nichts passiert.“

Vom Dach bis zum Holzfußboden renoviert

Nachdem einige bürokratische Hürden genommen worden seien, habe man sich an die Dacheindeckung einschließlich der Wärmedämmung machen können. „Decken-, Boden- und Wandbeläge wurden ersetzt, die Toilettenanlage komplett neu hergerichtet und ein Behinderten-WC geschaffen. Eine neue Heizungsanlage war nötig, die Elektroinstallation wurde auf den neusten Stand gebracht und teilweise die Türen und Fenster ausgetauscht“, listete Helmke auf. 

Noch während der Bauphase hätten die Beteiligten entschieden, die Theke und den Holzfußboden zu erneuern. Obendrein sei eine Terrasse mit Sitzgelegenheiten gebaut worden.

Hartmut Helmke dankte den ehrenamtlichen Helfern, zu der auch die Dorfjugend zählt, für die 2 500 geleisteten Arbeitsstunden, den Frauen, die für die Versorgung zuständig waren, und den Handwerksbetrieben dafür, dass die einzelnen Gewerke mit den Eigenleistungen immer Hand in Hand gingen.

Kosten: Rund 180.000 Euro

Die gesamte Baumaßnahme hat rund 180 .000 Euro gekostet und wurde mit 31 000 Euro vom Landkreis, mit 24 000 Euro von der Stadt Visselhövede und vom Landessportbund mit 34 000 Euro unterstützt. Erwartet wird noch der Zuschuss des EU-Förderprogramms Hohe Heide.

Landrat Hermann Luttmann beglückwünschte die Kettenburger zu ihrem neuen Schmuckstück, dankte allen, die zum Erfolg der Baumaßnahme beigetragen haben und hofft, dass das Haus weiterhin mit Leben gefüllt wird: „Tief durchatmen, dann weitermachen und dann den 100-jährigen Vereinsgeburtstag planen.“ 

Mathias Haase, Vertreter des Bürgermeisters, schloss sich den Glückwünschen an und hob die ehrenamtliche Arbeit sowie die gut funktionierende Dorfgemeinschaft mit der Feuerwehr, der Dorfjugend und dem Schützenwesen hervor.

Bevor das Fass Freibier angestochen wurde, überbrachte auch Helmut Bellmann als Vertreter des Kreissportbunds Glückwünsche, und in einer sehr emotionalen Rede dankte Ortsvorsteherin Pamela Helmke allen Beteiligten für die zügige Umsetzung des für die Dorfgemeinschaft so wichtigen Projekts.

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