Tobias Mundt stellt Ausgleichsflächen für Radwegbau zur Verfügung

Kettenburg hilft Jeddingen

Der Kettenburger Tobias Mundt (l.) stellt Daniel Schiemann von der Landesbörde für Straßenbau eine Fläche als Ausgleich für den Radwegbau zur Verfügung.
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Der Kettenburger Tobias Mundt (l.) stellt Daniel Schiemann von der Landesbörde für Straßenbau eine Fläche als Ausgleich für den Radwegbau zur Verfügung.

Kettenburg – Ganz weit draußen, weit hinter dem Dörfchen Kettenburg, idyllisch an dem Bach Lehrde gelegen wird zwar kein Radweg gebaut, aber dennoch hat das aktuell öde Brachland eine ganze Menge mit den Planungen des schon seit Jahrzehnten geforderten Fahrradwegs entlang der Landesstraße 171 zwischen Jeddingen und Klein Linteln (Gemeinde Kirchlinteln) zu tun.

Denn auf der rund einen Hektar großen Fläche, auf der zurzeit nur „Kraut und Rüben“ wachsen, sollen bald Biene, Hummel und Co. genug Nahrung finden und Meister Buntspecht seine Nisthöhle bauen können. Tobias Mundt, frisch gewähltes Visselhöveder CDU-Stadtratsmitglied und designierter Kettenburger Ortsvorsteher, hat nämlich der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr einen Teil seines Grundstücks als Ausgleich angeboten für die Eingriffe in die Natur, die der Bau eines Radwegs nun mal so mit sich bringt.

„Und das ist natürlich eine tolle Sache, so kommen wir mit den Planungen schnell einen großen Schritt weiter“, freut sich Daniel Schiemann, der in der Verdener Außenstelle der Landesbehörde den Job eines „Vertragsschließers“ innehat. Die Behörde werde in den kommenden Wochen die Fläche in der Gemarkung Griemen etwas genauer unter die Lupe nehmen, um zu sehen, was dort gepflanzt werden könne.

„Grundsätzlich streben wir den Kauf dieser Ausgleichsflächen an und das Land Niedersachsen kümmert sich anschließend auch um die Pflege“, erläutert Schiemann das Prozedere.

„Ich habe über die Zeitung davon erfahren, dass für den Bau des Radwegs dringend Ausgleichsflächen gesucht werden, und mein Stückchen Land hinterm Haus ist ideal dafür geeignet“, so Mundt, der kurz entschlossen in Verden angerufen hatte. „Zuvor standen auf der Fläche viele tote Fichten, die gefällt worden sind und ich wusste nicht so recht, was man mit dem Areal anfangen könnte. Und darum haben wir bald alle etwas davon, wenn das Land die Fläche renaturiert.“

„Für den Radweg-Ausgleich brauchen wir insgesamt knapp vier Hektar Land“, berichtet Schiemann. „Schön wären zusammenhängende Grundstücke, das macht das Ganze verwaltungstechnisch einfacher.“ Schließlich habe das Amt für den Bau des rund zehn Kilometer langen Radwegs beim Thema Grundstücksangelegenheiten noch eine ganze Menge zu klären, damit die Eigentümer einen Streifen zur Verfügung stellen würden.

„Auf Visselhöveder Seite ist das relativ einfach, weil es auf der kurzen Strecke nicht ganz so viele Eigentümer gibt, auf der Kirchlintelner Seite ist es schon deutlich schwieriger.“

Die Protestschilder entlang der Landesstraße 171 haben Wirkung gezeigt.

Auch die Naturschutzbehörde habe ein besonderes Augenmerk auf den Teilabschnitt zwischen Groß Heins und Brunsbrock: „Denn dort gibt es einen schützenswerten Forstbereich, sodass es sein kann, dass der Radweg dann nicht direkt an der Landesstraße entlangführt, sondern in Teilen ein wenig versetzt.“ Das dürfte die Interessengemeinschaft „Pro Radweg“ wohl am wenigsten stören, schließlich fordern sie seit Jahren eine sichere Passage zwischen Jeddingen und Klein Linteln. Nach zwei Unfällen mit tödlich verletzten Radfahrern hatte auch die Landespolitik ein Einsehen und hat den Radweg mehr ins Blickfeld genommen.

„Aber dennoch wird er noch nicht morgen gebaut“, tritt Schiemann ein wenig auf die Bremse: „Ende des Jahres beginnen zunächst die Kartierungsarbeiten.“ Das heißt, Fachleute gucken sich ein Jahr lang in den verschiedenen Vegetationsphasen an, was in dem Bereich so alles kreucht und fleucht.

Parallel dazu laufen allerdings die Grundstücksverhandlungen und die weiteren Planungen für den Bau. „Und wir streben an, dass die Radfahrer irgendwann nicht so häufig die Straßenseite wechseln müssen. Es bietet sich also an, den Radweg nördlich der Landesstraße zu bauen, da er auf der Seite sowohl in Jeddingen als auch in Klein Linteln endet.“

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