Katja Lutz verwandelt an Halloween ihren Garten in einen Ort des Erschreckens

Zwischen Hexen, Skeletten und bösen Clowns

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Die meisten parken in der Garage das Auto, bei Katja Lutz ist sie ein Gruselkabinett.

Visselhövede - Von Matthias Röhrs. Einen elektrischen Stuhl hat nicht jeder in der Garage stehen. Katja Lutz schon. Die Halloween-verrückte Visselhövederin fiebert den 31. Oktober entgegen – ihren „Feiertag“. Bis dahin verwandelt sich ihr Garten in ein schauriges Gruselkabinett.

Der erste Grabstein steht bereits seit Anfang Oktober. Ein Countdown zeigt an, wie viele Tage es noch sind, bis zum großen Tag. Dann öffnet Lutz ihren Garten kostenlos für die Visselhöveder Kinder, damit die sich mal so richtig schön erschrecken lassen können.

„Die einen haben das Weihnachtshaus, ich bin halt die Halloween-Tante“, sagt Lutz und lacht. Über 200 Kinder kommen jedes Jahr in ihren Garten an der Weberlohstraße, und für jedes hält sie – dank Sponsoren – außerdem Süßigkeiten bereit. Schon jetzt machen immer wieder Kinder an ihrem Gartentor halt, um sich das „Spuktakel“ anzusehen. Eine Woche müssen sie sich noch gedulden, an Halloween ist der Garten zwischen 17 und 21 Uhr für sie geöffnet.

Eine riesige Spinne, Grabsteine und jede Menge Skelette sind in der Zwischenzeit in Lutz‘ „Haunted Garden“ (engl.: Geister-Garten, Anm. d. Red.), wie es in der Szene-Sprache heißt, dazu gekommen. Die meisten der Exponate hat Lutz über die letzten sechs Jahre hinweg selbst gebaut. An ihrem Hexenzirkel hat sie beispielsweise mehr als eine Woche gebastelt.

Es lohnte sich: Nicht nur in Visselhövede verfehlten die drei dunklen Knochengerippe nicht ihre Wirkung, auch in der amerikanischen Szene erregten Fotos der Hexen Aufsehen.

Auf die Idee zu ihrem „Haunted Garden“ ist sie eben dort im Internet gekommen. Da tauscht sie sich rege mit anderen Menschen aus, die dieses ungewöhnliche Hobby teilen. „Tolle Freundschaften sind dabei entstanden“, man besuche sich auch gegenseitig und unterstützt beim „Scare-Acting“, sagt sie. Schauspieler, die verkleidet die Kinder erschrecken und die auch in ihrem Garten lauern sollen.

Wie viele der Figuren, Vogelscheuchen oder kleineren Exponate, wie Medizinfläschchen mit Augäpfeln, sie besitzt, weiß sie nicht. „Einen Keller und eine Garage voll“, sagt sie. Nicht alles wird jedes Jahr gebraucht. „Es soll immer ein bisschen anders sein.“

Die letzte Woche bis zum 31. Oktober braucht Lutz noch zum Aufbauen. So fehlen die Nebelmaschinen und Lichter, die Garage muss sie noch in Schale werfen und dort den elektrische Stuhl aufbauen. Und im hinteren Teil des Gartens steht bislang nur eine einzelne Vogelscheuche – das soll sich noch ändern.

Dieser Bereich ist nur für größere Kinder und Erwachsene bestimmt, denn dort will Lutz in die Vollen gehen. „Da gibt es auch einen gruseligen Clown oder einen Freddy Krueger“, sagt sie. „Erfahrungsgemäß haben die Eltern hier mehr Schiss als die Kinder.“

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